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Narkotisiertes Fischöl bekämpft Brustkrebs

09.06.2005


Ein Mix aus Omega-3-Säuren und dem Narkotikum Propofol hemmt die Tumorbildung



Die Kombination von fettigem Fischöl und einem in der Anästhesie verwendeten Narkotikum hat eine außergewöhnliche Wirkung bei der Bekämpfung von Brustkrebstumoren gezeigt. Ein Medikament auf der Basis von Omega-3 Fettsäuren und dem Wirkstoff Propofol könnte laut jüngsten Untersuchungsergebnissen der Indiana University eine effektive Methode bei der Behandlung von Brustkrebs sein. Denn gemeinsam scheinen die beiden Wirkstoffe das Wachstum von Brustkrebszellen zu reduzieren und ihnen die Fähigkeit zu nehmen, sich weiter im Körper auszubreiten und Sekundärtumore zu bilden. Die Ergebnisse der US-amerikanischen Studie sind in der aktuellen Ausgabe von Breast Cancer Research erschienen.

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Das Forscherteam untersuchte die Effekte von zwei Wirkstoffen der Omega-3-Fettsäure - docosahexaenoic-Säure (DHA) und eicosapentaenoic-Säure (EPA) - die beide alleine für sich nur minimale Auswirkungen auf Krebszellen haben. In Kombination mit Propofol hingegen - einem Wirkstoff, dessen hemmende Wirkung bei der Migration von Krebszellen bereits bekannt ist - konnten signifikante Ergebnisse erzielt werden. Sowohl die Kombination von Propofol-DHA als auch Propofol in Verbindung mit EPA blockierte die Migration der Krebszellen und deren Fähigkeit, an potenziellen, neuen Tumorzellen anzudocken. Darüber hinaus brachte die Kombination manche Zellen sogar dazu, sich selbst zu zerstören.

"Wir denken, dass die Fettsäure unterstützend bei der Absorption von Propofol wirkt und dadurch die Krebszellen viel effektiver blockiert werden können", erklärte Studienleiter Rafat Siddiqui. Der Experte hofft nun auf die Entwicklung eines Medikament oder einer Heilsalbe auf der Basis dieser Wirkstoffkombination.

Omega-3-Fettsäure ist vor allem in fetthaltigen Fischsorten wie Lachs, Thunfisch, Heringen, Makrelen oder Sardinen enthalten. Dem Wirkstoff wird eine breite gesundheitsfördernde Wirkung attestiert. Vor allem im Bereich des Erhalts eines gesunden Herzens, als Cholesterinsenker und bei der Linderung von Asthma- und Arthritisbeschwerden sind die positiven Effekte wissenschaftlich belegt.

Evelyn Lengauer | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.indiana.edu
http://breast-cancer-research.com

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