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Impferfolg gegen Ebola und Marburg

07.06.2005


Internationales Forscherteam testet Vakzin an Affen


ncbi.nlm.nih.gov



Einem internationalen Forscherteam ist es gelungen einen Impfstoff gegen Ebola und Marburg zu entwickeln, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature Medicine. Das Team, das sich aus Forschern aus Kanada, den USA und Frankreich zusammensetzt, konnte im Versuch mit Affen feststellen, dass das Vakzin tatsächlich vor einer Infektion mit dem tödlichen Virus schützt. Erst in den vergangenen Wochen war es in den afrikanischen Ländern Angola und Kongo zu einem Ausbruch der gefährlichen Erkrankung gekommen.

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Die Erkrankungen führen zu einem so genannten hämorrhagischen Fieber, das interne aber auch externe Blutungen zur Folge hat. Es wird durch eine bestimmte Gruppe von Viren übertragen. Eine davon nennt sich Filoviren. Die häufigsten Wirte dieser Viren sind Nagetiere und Insekten. Das Ebolavirus ist ein RNA-Virus aus der Klasse der Filoviren (Faden-Viren). Unter dem Mikroskop (Foto) sieht es aus, als habe es sehr dünne Fäden. Von dem Virus sind drei Antigenvarianten bekannt: das Ebolavirus, das Marburgvirus und das Restonvirus, das aber nur bei Affen nachgewiesen wurde. Die Übertragung von Mensch zu Mensch findet nur über die Körperflüssigkeiten Erkrankter statt. Nach den Schätzungen der Experten sterben bis zu 90 Prozent der Infizierten an der Erkrankung. Eine effektive Behandlungsmethode gab es bisher nicht. Ebola ist bisher nur in Afrika bekannt geworden. Die ersten dokumentierten Fälle reichen ins Jahr 1976 zurück.

Die Marburg-Virus-Infektion ist erstmals 1967 gleichzeitig in Deutschland und Jugoslawien aufgetreten. Sie wurde von einem bis dahin unbekannten Virus hervorgerufen, das durch importierte grüne Meerkatzen aus Uganda nach Deutschland bzw. Jugoslawien kam. In Europa sind seit 1967 keine neuen Erkrankungsfälle aufgetreten, weitere Erkrankungen sind nur aus Süd- und Ostafrika bekannt geworden.

Den Forschern gelang es einen anderen adaptierten Virentyp herzustellen, der Proteine von Ebola und Lassa in sich trug. Dieser wurde in Makaken-Affen injiziert, die dann später mit den Pathogenen in Berührung gebracht wurden. Offensichtlich reichte eine verabreichte Injektion aus, um die Tiere vor der tödlichen Erkrankung zu bewahren. Die ersten Erfolge machen die Forscher zuversichtlich, dass ein solcher Impfstoff auch für Menschen erzeugt werden kann.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.nature.com/nm/index.html

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