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Immer mehr Zecken übertragen Frühsommer-Meningoenzephalitis - nur wenige Deutsche sind geimpft

03.06.2005


Die Zeckensaison hat begonnen, und mit ihr steigt das Risiko, an durch Zeckenbisse übertragenen Infektionen zu erkranken. Betroffen sind vor allem Menschen, die in Risikogebieten leben oder sich dort längere Zeit aufhalten. In Deutschland sind das Baden-Württemberg, Bayern und Teile von Hessen und Thüringen.


Neben der tückischen Borreliose, die Zecken in ganz Deutschland übertragen können, ist die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) eine der gefährlichsten Krankheiten. Dieser Entzündung des Gehirns oder der Hirnhäute kann man durch eine Impfung vorbeugen, doch nur wenige Deutsche nutzen diesen Schutz. Das ergab jetzt eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Essener Krankenkasse ktpBKK.

79 Prozent der insgesamt 1.000 Befragten gaben an, nicht gegen FSME geimpft zu sein. Und das, obwohl die Zahl der Risiko-Regionen immer weiter ansteigt: innerhalb des letzten Jahres um sieben auf 90 Städte und Landkreise.


Während 31 Prozent der befragten 14-29-Jährigen geimpft sind, sind es unter den 30-39-Jährigen nur 10 Prozent. Die höchste Impfrate weist die Gruppe der Jüngsten auf. Vielleicht durch Eltern oder schulische Aufklärung angeregt haben 32 Prozent der befragten Schüler einen Impfschutz gegen FSME. 85 Prozent der über 60-jährigen Befragten schützen sich nicht. Ein besorgniserregendes Ergebnis, denn besonders bei älteren Menschen ist die Gefahr groß, dass eine Infektion mit FSME lebensgefährlich verläuft.

"Wirksam schützt nur die Impfung", warnt ktpBKK-Vorstandsvorsitzender Reiner Geisler, "und für Menschen, die sich in den deutschen Risikogebieten aufhalten, bezahlen wir sie auch - und nicht nur bei Kindern."

Gegen Borreliose hilft keine Impfung. Aber eine rechtzeitige Behandlung mit Antibiotika führt fast immer zur Heilung. Hautrötungen nach einem Zeckenbiss sind ein Hinweis auf Borreliose, ebenso unklare Muskel- und Gelenkbeschwerden. Eine unbehandelte Borreliose kann zu schweren chronischen Gelenkbeschwerde führen.

Die ktpBKK, entstanden durch die Fusion der KarstadtQuelle BKK und der BKK Krupp Thyssen Partner, ist eine bundesweit aktive Betriebskrankenkasse. Mit über 150.000 Versicherten gehört sie zu den 50 größten Betriebskrankenkassen Deutschlands; jeder kann ihr beitreten. Traditionsreich (seit 1836) und innovativ (z. B. Vorreiter in der Zusammenarbeit mit Internetapotheken) kombiniert die ktpBKK persönliche Betreuung mit kompetenter medizinischer Beratung.

Harald Stollmeier | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.ktpbkk.de

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