Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bundeswehrschlafsäcke: Kein erhöhtes Krebsrisiko für Soldaten

16.08.2001


Insektizide für den Pflanzenschutz werden gründlich auf ihre Sicherheit für die menschliche Gesundheit geprüft, bevor sie auf den Markt gebracht werden dürfen. Genau so sicher sind Insektenmittel, die gegen Ungeziefer in Schlafsäcken, Zelten und Uniformen der Bundeswehr eingesetzt werden. Es handelt sich dabei um die gleichen Substanzen wie in der Landwirtschaft. Darauf hat der Industrieverband Agrar heute in einem Schreiben an Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping hingewiesen. Verschiedene Medien hatten in den letzen Tagen über ein angeblich erhöhtes Krebsrisiko für Soldaten durch behandelte Textilien berichtet.

Auslöser dieser Berichte waren Studien des Bundeswehrkrankenhauses Ulm. Im Auftrag des Verteidigungsministeriums hatten die Mediziner mehr als 20 Insektizide untersucht. Bei Tests mit Zellen aus der Nasenschleimhaut sollen alle Substanzen Erbgut verändernde Wirkungen gezeigt haben.

Die Autoren der Studie nehmen für sich in Anspruch, Tests mit menschlichem Gewebe weltweit als erste durchgeführt zu haben. "Diese Darstellung überrascht uns in hohem Maße," schreibt der Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands, Oskar Böttcher, an Minister Scharping. Untersuchungen an menschlichem Gewebe wie etwa an Lymphozyten sowie an tierischen Geweben würden bei der Wirkstoffprüfung im Rahmen des Zulassungsverfahrens für Pflanzenschutzmittel routinemäßig durchgeführt.

"Ergeben sich dabei Hinweise auf mutagene Wirkungen, erfolgen weitere Versuche am lebenden Tier. Diese erlauben zuverlässige Aussagen über mögliche mutagene Eigenschaften einer Substanz. Bestätigt sich ein Verdacht auf Erbgut schädigende Wirkung, wird dieser Stoff nicht weiter verfolgt, da er keine Zulassung erhalten würde", heißt es in dem Brief weiter.

Der Industrieverband hat seinen Wunsch zum Ausdruck gebracht, in dieser Angelegenheit mit dem Verteidigungsministerium ins Gespräch zu kommen und sich mit den Autoren der Studie über den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis auszutauschen.

Der Industrieverband Agrar mit Sitz in Frankfurt am Main ist der Zusammenschluss von Unternehmen der agrarchemischen und agrarbiologischen Industrie in Deutschland. Zu den Geschäftsfeldern der 55 Mitgliedsunternehmen gehören Pflanzenschutz, Pflanzenernährung, Schädlingsbekämpfung und Biotechnologie.

ots Originaltext: Industrieverband Agrar e.V.
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

... mehr zu:
»Industrieverband »Krebsrisiko

Pressekontakt:
Industrieverband Agrar e.V.
Pressestelle


Hannelore Schmid
Tel. 069 / 25 56 - 12 49 oder 0177 / 8 77 22 22
Fax 069 / 23 67 02
E-Mail: schmid.iva@vci.de

H. Schmid | ots

Weitere Berichte zu: Industrieverband Krebsrisiko

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Wachablösung im Immunsystem: wie Dendritische Zellen ihre Bewaffnung an Mastzellen übergeben
16.11.2017 | Universitätsklinikum Magdeburg

nachricht Wie Lungenkrebs zur Entstehung von Lungenhochdruck führt
16.11.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Metamaterial mit Dreheffekt

Mit 3D-Druckern für den Mikrobereich ist es Forschern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gelungen ein Metamaterial aus würfelförmigen Bausteinen zu schaffen, das auf Druckkräfte mit einer Rotation antwortet. Üblicherweise gelingt dies nur mit Hilfe einer Übersetzung wie zum Beispiel einer Kurbelwelle. Das ausgeklügelte Design aus Streben und Ringstrukturen, sowie die zu Grunde liegende Mathematik stellen die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Science vor.

„Übt man Kraft von oben auf einen Materialblock aus, dann deformiert sich dieser in unterschiedlicher Weise. Er kann sich ausbuchten, zusammenstauchen oder...

Im Focus: Proton-Rekord: Magnetisches Moment mit höchster Genauigkeit gemessen

Hochpräzise Messung des g-Faktors elf Mal genauer als bisher – Ergebnisse zeigen große Übereinstimmung zwischen Protonen und Antiprotonen

Das magnetische Moment eines einzelnen Protons ist unvorstellbar klein, aber es kann dennoch gemessen werden. Vor über zehn Jahren wurde für diese Messung der...

Im Focus: New proton record: Researchers measure magnetic moment with greatest possible precision

High-precision measurement of the g-factor eleven times more precise than before / Results indicate a strong similarity between protons and antiprotons

The magnetic moment of an individual proton is inconceivably small, but can still be quantified. The basis for undertaking this measurement was laid over ten...

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungen

Forschungsschwerpunkt „Smarte Systeme für Mensch und Maschine“ gegründet

24.11.2017 | Veranstaltungen

Schonender Hüftgelenkersatz bei jungen Patienten - Schlüssellochchirurgie und weniger Abrieb

24.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Maschinen über die eigene Handfläche steuern: Nachwuchspreis für Medieninformatik-Student

24.11.2017 | Förderungen Preise

Treibjagd in der Petrischale

24.11.2017 | Biowissenschaften Chemie