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Gehirnaktivitäten zeigen die Form des Ärgers

30.05.2005


Psychologe der Universität Jena erhielt am 28.05. Nachwuchswissenschaftlerpreis



Dr. Johannes S. Hewig vom Lehrstuhl für Biologische und Klinische Psychologie der Universität Jena erhält von der "Deutschen Gesellschaft für Psychophysiologie und ihre Anwendungen" (DGPA) den diesjährigen "Nachwuchswissenschaftlerpreis der DGPA". Die Preisverleihung findet anlässlich der nächsten gemeinsamen Jahrestagung der DGPA und der Fachgruppe Biologische Psychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie am 28. Mai an der Universität Bochum statt.

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Hewig wird mit dem mit 750 Euro dotierten Preis ausgezeichnet für eine aus seiner Dissertation hervorgegangene Publikation. Die Arbeit hat die Theorie überprüft, dass die linke Gehirnhälfte vor allem eine Bedeutung für die Organisation positiver Gefühle und Annäherungsverhalten hat, wohingegen die rechte Hirnhälfte für die Organisation von negativen Gefühlen und Vermeidungsverhalten wichtig ist. In seiner Studie konnte der Jenaer Psychologe zeigen, dass ein annäherungsbezogener Ärgerstil (Anger-out) mit eher linksseitiger Aktivierung des Frontalhirns einhergeht. Ein aktiv vermeidender bzw. rückzugsbezogener Ärgerstil, so ein weiteres Resultat von Hewig, aktiviert hingegen die vordere rechte Hirnhälfte. Dieses Ergebnis zeigt, dass in erster Linie die motivationale Tendenz mit der frontalen Asymmetrie der Gehirnaktivierung verbunden ist.

Hewigs prämierte Arbeit trägt den Titel: "On the selective relation of frontal cortical activity and Anger-out versus Anger-control". Sie ist inzwischen auch in einer namhaften amerikanischen Fachzeitschrift der Psychologie, dem "Journal of Personality and Social Psychology", veröffentlicht worden.

Kontakt:
Dr. Johannes S. Hewig
Institut für Psychologie der Universität Jena
Am Steiger 3/Haus 1, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 945149
E-Mail: hewig@biopsy.uni-jena.de

Axel Burchardt | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-jena.de/

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