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Hamstervirus tötet drei Transplantatempfänger

25.05.2005


Organspenderin infizierte sich vermutlich bei ihrem Haustier mit dem LCMV-Virus




Wie erst jetzt von den staatlichen US-amerikanischen Gesundheitsbehörden bekannt gegeben wurde sind drei Patienten auf Grund eines seltenen Hamstervirus an eigentlich lebensrettenden Transplantaten verstorben. Die Organspenderin hat sich vermutlich bei ihrem Haustier mit dem Lymphozytären-Choriomeningitis-Virus (LCMV) infiziert, verstarb jedoch nicht aus diesem Grund. Darum wurden ihre Lunge, die Leber und die Nieren als Organspenden vier Empfängern transplantiert, von denen drei an den Folgen der LCMV-Infektion verstarben. Der vierte Patient erkrankte am LCMV-Virus, befindet sich jedoch mittlerweile auf dem Weg der Besserung. Zwei weitere Empfänger, denen außerhalb Amerikas die Hornhaut der Spenderin transplantiert wurde, werden derzeit noch vom Center for Disease Contol and Prevention (CDC) ausgeforscht.

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Es handelt sich erst um den zweiten dokumentierten Fall, bei dem Patienten aufgrund eines LCMV-infizierten Transplantats verstorben sind. Das Virus kommt häufig bei Mäusen und Nagetieren vor, jedoch infizieren sich Menschen nur äußert selten mit dem Virus. Bei gesunden Menschen führt das Virus nur zu grippeähnlichen Erkrankungen. "In diesem Fall waren die Opfer jedoch Transplantatsempfänger, die im Zuge ihrer Behandlung, damit das Transplantat nicht abgestoßen wird, eine hohe Dosis Immunsuppressiva einnehmen mussten. Dadurch finden Viren ideale Bedingungen um sich zu vermehren", erklärte Matthew Kuehnert vom CDC. Das LCMV-Virus vorab zu testen wäre jedoch sinnlos und ist auch in Zukunft nicht vorgesehen, da es so selten vorkommt, der Nachweis einige Tage in Anspruch nehmen würde und bis dahin die Transplantate unbrauchbar würden, erklärte Kuehnert.

Die Ermittler des CDC wurden auf den Fall aufmerksam, als ein Arzt des Rhode Island Hospitals nach der Transplantation von einem merkwürdigen Todesfall aufgrund einer viralen Erkrankung berichtete. Daraufhin wurden die weiteren Spendeorgane im Brigham & Women`s Hospital in Boston und im Massachusetts General Hospital in Boston ausfindig gemacht.

Besagter Hamster wird derzeit von den Ermittlern des CDC obduziert. "Wir glauben, dass der Hamster die Ursache war, jedoch können wir eine Infektion durch gewöhnliche Hausmäuse nicht ausschließen", erklärte CDC-Sprecher Dave Daigle.

Evelyn Lengauer | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.cdc.gov

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