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Bekämpfen neuronale Stammzellen den Hirntumor?

24.05.2005


American Brain Tumor Association vergibt Preis an Forscher des HELIOS Klinikums Berlin-Buch und des Max-Delbrück-Zentrums für Molekulare Medizin (MDC)



Für ihre Arbeiten über neuronale Stammzellen und Hirntumore erhalten Oberarzt Dr. med. Michael Synowitz von der Neurochirurgischen Klinik des HELIOS Klinikums Berlin Buch und Dr. Rainer Glaß vom Max-Delbrück-Zentrum für Molekulare Medizin (MDC) den diesjährigen "Young Investigator Award". Diese Auszeichnung vergibt die American Brain Tumor Association (ABTA) für außergewöhnliche Leistungen auf dem Gebiet der Tumorforschung. Die beiden Berliner Wissenschaftler setzten sich gegen eine starke Konkurrenz aus Amerika durch.

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Das Berliner Forscherteam konnte nachweisen, dass Gliolblastome, einer der häufigsten und bösartigsten Hirntumore, selbst Stammzellen aus den Keimzentren (Stammzellnischen) des Gehirns über weite Strecken "anlocken" und diese Stammzellen die Tumorzellen im Gehirn zerstören.

Bisher ging die Forschung davon aus, dass fehlgesteuerte Stammzellen oder neuronale Vorläuferzellen selbst Glioblastome auslösen. An diesem häufigsten Hirntumor erkranken in Deutschland jährlich 4.000 bis 5.000 Menschen. Die Forschungsarbeit ist in der Fachzeitschrift Journal of Neuroscience (March 2005, Vol. 25, Issue 10, pp 2637 - 2646) erschienen.

Zurzeit arbeiten die Forscher unter Leitung von Prof. Dr. Helmut Kettenmann vom MDC an der Entschlüsselung des Aktivierungs- und Steuerungsmechanismus der Stammzellen durch Glioblastome.

Ihre wissenschaftlichen Ergebnisse werden die beiden Berliner Wissenschaftler während der 55. Jahrestagung des Congress of Neurological Surgeons, der vom 8. bis 13. Oktober dieses Jahres in Boston (USA) stattfinden wird, präsentieren. Dort wird ihnen auch der Preis überreicht.

Pressekontakt:

HELIOS Klinikum Berlin
Hermann Müller
Telefon: +49 30 94 01 - 20 84
E-Mail: hemueller@berlin.helios-kliniken.de

Torsten Böhmer | idw
Weitere Informationen:
http://www.helios-kliniken.de

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