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Neuer Ansatz zur Behandlung von Osteoporose

23.05.2005


Viel versprechende Blockade körpereigener Cannabinoide



Wissenschafter der University of Aberdeen haben entdeckt, dass das Blockieren von im Körper natürlich vorkommenden Cannabis-ähnlichen Substanzen den Knochenschwund bei Osteoporose verringern kann. Diese Ergebnisse legen laut BBC auch nahe, dass der Cannabiskonsum negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Knochen haben könnte. Das Team konzentrierte sich auf die Auswirkungen endogener Cannabinoide auf die Knochen. Diese Substanzen funktionieren auf die gleiche Art und Weise wie Cannabis. Sie hängen sich an Rezeptoren im Körper an, die eine Rolle bei einer ganzen Reihe von Vorgängen im Körper spielen. Dazu gehört zum Beispiel auch die Kontrolle des Appetits. Die Ergebnisse der Studie wurden in Nature Medicine veröffentlicht.



Die aktuelle Studie hat nachgewiesen, dass diese Rezeptoren auch in den Knochenzellen vorhanden sind. Sie spielen eine entscheidende Rolle bei der Regulierung der Knochendichte und der Abnahme der Knochenmasse. Die Wissenschafter entdeckten zusätzlich, dass Medikamente, die die Cannabinoidrezeptoren blockieren, zur Verhinderung eines Knochenschwundes höchst wirksam sind. Der leitende Wissenschafter Stuart Ralston, jetzt an der University of Edinburgh, erklärte, dass mit diesen Erkenntnissen ein völlig neuer Ansatz zur Behandlung von Osteoporose und anderen Knochenerkrankungen zur Verfügung stehe. Die Cannabinoid-Expertin Ruth Ross von der University of Aberdeen ergänzte, dass Cannabinoidrezeptor-Blocker seit kurzen für die Behandlung von Fettsucht als sicher und wirksam gälten. Die Forscher entdeckten ebenfalls, dass Medikamente, die diese Rezeptoren stimulieren, schädlich für die Knochen waren und einen erhöhten Knochenschwund verursachten, der seinerseits zu Osteoporose führen kann.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.abdn.ac.uk
http://www.nature.com/nm
http://www.ed.ac.uk

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