Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Auch die Krankenpflegeschule kümmert sich um Medizinstudenten

13.08.2001


Seit Jahren bemüht sich der Fachbereich Humanmedizin der FU Berlin / Universitätsklinikum Benjamin Franklin (UKBF) erfolgreich, die Ausbildung des Mediziner-Nachwuchses so praxisnah wie möglich zu gestalten und zugleich auf hohe Qualität und Berufschancen seiner Studierenden zu setzen.
Zu den Besonderheiten am UKBF gehören unter anderem das bundesweit einmalige Zusatzangebot "Benjamin Franklin Kolleg", eine strenge Lehrevaluation, die obligatorische Ausbildung der Lehrenden in medizinischer Didaktik, eine Orientierungseinheit für die Erstsemester sowie permanente Qualitätssicherung.
(Siehe UKBF-Mediendienste Nr. 44 und 84).

Auch die Krankenpflegeschule des UKBF beteiligt sich daran. Sie bietet nicht nur Ausbildung für das Pflegepersonal, sondern seit kurzem auch zwei neue Projekte an, mit denen Medizinstudierende mehr praktische Erfahrung im Umgang mit Patienten und dem Berufsalltag im Krankenhaus sammeln können.

Mit QUAPP, dem Q u a l i t ä t s p r o g r a m m P f l e g e p r a k t i k u m, sollen Medizinstudierende ihr Praktikum in der Pflege sinnvoller zu nutzen. Sie müssen nachweisen, dass sie ein solches Praktikum absolviert haben. Bisher wurden sie dabei überhaupt nicht begleitet, weshalb viele die Pflege nicht immer als positiv erleben. Das QUAPP-Konzept wurde von Vertreterinnen der Krankenpflegeschule im Zusammenwirken mit Prof. Dr.med. Kurt Schimmmelpfennig von der Gesellschaft für medizinische Ausbildung (Institut für Klinische Pharmakologie und Toxikologie der FU Berlin) sowie drei Studenten erarbeitet.
Wichtigste Neuerung: Die beiden vierwöchigen Praktika werden um jeweils eine Einführungswoche ergänzt. Dabei geht es im ersten Teil, neben der Vermittlung von Grundlagen der Krankenpflege und Krankenbeobachtung, um Themen wie Hygiene, Umgang mit Tabus und Ekelgefühlen oder Gesprächsführung. Außerdem gibt es während des Praktikums zahlreiche angeleitete praktische Übung Blutdruckmessung oder auch in Körperpflege und Mobilisation von Patienten. An diesem Teil können auch schon Abiturienten teilnehmen, die auf einen Medizinstudienplatz warten.
Im zweiten Teil des Pflegepraktikums nach neuem Konzept lernen die Studierenden insbesondere das aseptische Arbeiten, Verbandwechsel, Injektionen, Infusionen, das Legen von Kathetern und Wundbehandlung, aber auch die Diabetiker-Betreuung und den Umgang mit schwierigen Patienten. Bestandteil von QUAPP ist auch die Vermittlung von Praktikumplätzen in den (zur Zeit sieben) Partnerhäusern, die sich auf die Qualitätsstandards bei der Betreuung von Praktikanten festgelegt haben. Die Studierenden können außerdem bei zwei Treffen ihre Erfahrungen austauschen. Bisher haben 50 angehende Ärztinnen und Ärzte an QUAPP teilgenommen.

Das zweite neue Ausbildungsprojekt am UKBF ist die "S c h u l s t a t i o n". Hier übernimmt ein Examenskurs der Krankenpflegeschule (unter Leitung einer Lehrkraft der Krankenpflegeschule) für fünf Wochen eine chirurgische Station und erledigt dort sämtliche pflegerischen Aufgaben. Medizinstudierende können hier als Famulanten teilnehmen. Sie werden schon in die Vorbereitungen der gemischten Arbeitsgruppen von Krankenpflegeschülern, Lehrkräften und Mitarbeitern der Station einbezogen.
Während der Schulstation gibt es für die Studierenden "Pflegetage" und "Medizinertage", so dass sie die Abläufe beider Berufsgruppen kennen lernen. Außerdem bieten die Stationsärzte begleitende Fortbildungen an, und es finden zwei bis drei Reanimationsübungen unter realistischen Bedingungen statt.

Ansprechpartnerin:
Marianne Rabe
Leiterin der Krankenpflegeschule am UKBF
Hindenburgdamm 30, 12200 Berlin
Tel.: 8445-2929, Fax: -4542
E-Mail: m.rabe@ukbf.fu-berlin.de
InteressentInnen können sich auch wenden an:
Susanne Reinöhl, (z.Zt. PJ)
sreinoehl@hotmail.com

Ansprechpartner Lehre am UKBF:
Prof. Dr.med. Manfred Gross
Prodekan für Studium und Lehre
Klinik für Audiologie und Phoniatrie
Universitätsklinikum Benjamin Franklin
Fabeckstraße. 62, 14195 Berlin
Tel.: (030)8445-6812; Fax: -6855
E-Mail: mgross@medizin.fu-berlin.de

Dipl.Pol. Justin Westhoff | idw
Weitere Informationen:
http://www.medizin.fu-berlin.de/pflege/
http://www.medizin.fu-berlin.de/gma/
http://www.mwm-vermittlung.de/

Weitere Berichte zu: QUAPP UKBF

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Aktuelle Therapiepfade und Studienübersicht zur CLL
20.10.2017 | Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V.

nachricht Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt
18.10.2017 | Universität Bern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher untersuchen Pflanzenkohle als Basis für umweltfreundlichen Langzeitdünger

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

„Antilopen-Parfüm“ hält Fliegen von Kühen fern

20.10.2017 | Agrar- Forstwissenschaften

Aus der Moosfabrik

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie