Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schluss mit dem Rauchen - Tabakentwöhnung an der TU Dresden geht neue Wege

02.05.2005


Das Tabakentwöhnungsprogramm an der TUD wurde nach höchsten wissenschaftlichen Standards entwickelt und unterscheidet sich in vier Punkten von herkömmlichen Therapieprogrammen:

... mehr zu:
»TUD »Tabakentwöhnung

- Der eigentlichen Tabakentwöhnung geht eine ausführliche Psychodiagnostik voran.
- Es werden mehrere erfolgreiche Therapieverfahren miteinander kombiniert.
- Trotz Durchführung in der Gruppe erfolgt eine individuell abgestimmte Entwöhnungstherapie.

- Die Therapien werden wissenschaftlich ausgewertet.

Im Gegensatz zu vielen anderen Einrichtungen setzt die Raucherambulanz Dresden (RAD) der TUD auf die Kombination verschiedener erfolgreicher Methoden der Tabakentwöhnung. Dazu werteten die Dresdner Psychologen um Priv.-Doz. Dr. Stephan Mühlig die bekannten Methoden und Programme aus und fassten die wirkungsvollsten zu einer Kombinationstherapie zusammen, die wiederum individuell auf jeden einzelnen abgestimmt wird. Unterschiedliche verhaltenstherapeutische Verfahren werden durch ausgewählte Medikamente ergänzt. Die Therapien orientieren sich an den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Darüber hinaus werden sie wissenschaftlich begleitet, ausgewertet und weiterentwickelt.

Wer sich zur Tabakentwöhnung an der TUD entschließt, füllt im Vorfeld der Therapie ein umfangreiches Fragebogenset aus, das auch mögliche psychische Störungen erfasst (z. B. Depressionen oder Aufmerksamkeitsdefizite), die in Zusammenhang mit dem Rauchverhalten stehen können. Inzwischen ist bekannt, dass derartige Störungen in die Tabakentwöhnung einbezogen und gezielt behandelt werden müssen, um unerwünschte Nebeneffekte zu verhindern.

Seit rund zwei Jahren bietet die Raucherambulanz der TUD Tabakentwöhnungskurse an. In insgesamt zehn 90-minütigen Sitzungen trainieren die Teilnehmer den dauerhaften Abschied von der Zigarette. Der Kurs kostet 100,00 Euro, ca. 75,00 Euro davon tragen die Krankenkassen.

Die Teilnehmer werden nach Kursende noch einige Monate telefonisch von den Psychologen betreut. Dadurch verringert sich das Rückfallrisiko drastisch.

Doch die Raucherambulanz der TUD setzt nicht nur auf die Durchführung der Tabakentwöhnungskurse, sondern vor allem auch auf die wissenschaftliche Begleitung und Auswertung. Dank der Auswertung gelingt es, die Kurse ständig weiter zu entwickeln und zu optimieren. Unter anderem planen die Dresdner Psychologen jetzt auch homogene Therapiegruppen für besondere Risikopatienten. So sind beispielsweise spezielle Kurse für Frauen, für Schwangere und für langjährige starke Raucher mit chronischen Lungenerkrankungen angedacht. Je homogener die Kurse, umso größer die Erfolgsquote.

Das Tabakentwöhnungsprogramm der TUD wird im Rahmen des 4. Workshopkongresses für Klinische Psychologie und Psychotherapie, der vom 5. bis 7. Mai in Dresden stattfindet, vorgestellt.

Anmeldung zur Raucherentwöhnung: Raucherambulanz der TU Dresden, Tel. 0351 463-38574 oder 38570, Fax 0351 463-36984,
E-Mail: muehlig@psychologie.tu-dresden.de

Informationen für Journalisten: PD Dr. Stephan Mühlig, Tel. 0351 463-38570, mobile: 0177 2486172, E-Mail: muehlig@psychologie.tu-dresden.de

Kim-Astrid Magister | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-dresden.de

Weitere Berichte zu: TUD Tabakentwöhnung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Proteomik hilft den Einfluss genetischer Variationen zu verstehen
27.03.2017 | Technische Universität München

nachricht Verschwindende Äderchen: Diabetes schädigt kleine Blutgefäße am Herz und erhöht das Infarkt-Risiko
23.03.2017 | Technische Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fließender Übergang zwischen Design und Simulation

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Industrial Data Space macht neue Geschäftsmodelle möglich

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Neue Sicherheitstechnik ermöglicht Teamarbeit

27.03.2017 | HANNOVER MESSE