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Von der radikalen Operation bis zur Schlüsselloch-Chirurgie

29.04.2005


Die Urologische Universitätsklinik Heidelberg bietet das gesamte Spektrum der Prostatachirurgie an / Schonender Eingriff durch computer-assistierte Operationstechnik

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Am Prostata Centrum Heidelberg des Universitätsklinikums Heidelberg kann für jeden individuellen Patienten ein optimaler Behandlungsplan erstellt werden. Grundlage dafür ist, dass alle gängigen und alle modernen Therapieverfahren unter einem Dach verfügbar sind. Einmalig in Deutschland ist die Möglichkeit, die Entfernung eines bösartigen Prostatatumors minimal invasiv durch eine computer-assistierte Operationstechnik vornehmen zu lassen. Diese Methode erlaubt einen sehr präzisen und schonenden Eingriff: Die Potenz kann bei ausgewählten Patienten erhalten und der Klinikaufenthalt auf wenige Tage beschränkt werden.

Dies berichtete Professor Dr. Markus Hohenfellner, Ärztlicher Direktor der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg, bei einer Pressekonferenz am 28. April 2005 in Heidelberg. "Grundsätzlich werden alle Patienten mit Prostatakrebs von mehreren Ärzten verschiedener Fachdsziplinen gesehen", sagte Hohenfellner. Dann wird gemeinsam mit dem Patienten über die Therapie entschieden.


Interdisziplinäre Sprechstunde im Prostata Centrum Heidelberg des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg

Die interdisziplinäre Betreuung im Prostata Centrum geschieht im Rahmen des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen, das im vergangenen Jahr als Kooperationsprojekt von dem Universitätsklinikum Heidelberg, dem Deutschen Krebsforschungszentrum, der Thoraxklinik Heidelberg-Rohrbach und der Deutschen Krebshilfe gegründet worden ist und die zentrale Tumorambulanz für Krebspatienten in Heidelberg ist.

"Seit Mitte 2004 wurden insgesamt etwa 2.800 Patienten im Rahmen der verschiedenen Sprechstunden des NCT betreut", sagte Professor Dr. Dr. h. c. Volker Diehl, kommissarischer Leiter des NCT. Etwa 800 davon hatten bösartige Tumoren der Prostata.

Eine operative Entfernung des Tumors wird vor allem bei jüngeren Patienten ins Auge gefasst, deren Tumor sich noch nicht im Körper ausgebreitet hat und nicht die Organgrenze überschritten hat. Verschiedene Bestrahlungsmethoden oder eine Kombination mit einer Operation werden meist erwogen, wenn der Tumor die Prostatakapsel durchbrochen hat. Für lokal fortgeschrittene Stadien des Prostata-CA wird auch das HIFU-Verfahren (High Intensity Focus Ultrasound) angeboten. Im höheren Lebensalter wird von einer Operation oft abgesehen.

Sehr präzise und schonende Eingriffe erlauben es heutzutage, die Harnkontinenz und ggf. die Potenz zu erhalten und gleichzeitig den Tumor vollständig zu entfernen. Der Operateur kann dabei verschiedene Zugangswege wählen: über den Unterbauch, den Dammbereich oder minimal-invasiv im Rahmen der so genannten Schlüssellochtechnik. Je nach Eingriffsform muss der Patienten nur drei bis sieben Tage in der Klinik bleiben.

Dr. Annette Tuffs | idw
Weitere Informationen:
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/urologie

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