Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Head-Set erkennt Gehirnerschütterung innerhalb von Minuten

28.04.2005


DETECT soll fast überall einsetzbar sein




Ein auf virtueller Realität basierendes Head-Set kann das Ausmaß einer Kopfverletzung innerhalb von Minuten erkennen. Weder eine medizinische Ausbildung noch ein spezielles Umfeld sind für den Einsatz des tragbaren Geräts erforderlich. Zusätzlich kann es frühe Anzeichen von Demenz erkennen. Entwickelt haben DETECT (display enhanced testing for concussion and mild traumatic brain injury) Michelle LaPlaca vom Georgia Institute of Technology und David Wright von der Emory University.



Die betroffene Person trägt ein virtuelles Head-Set sowie Kopfhörer und erhält ein Gerät, das den Steuerungseinheiten bei Videospielen ähnlich ist. Das System geleitet den Träger durch eine Reihe neuropsychologischer Tests. DETECT macht verlangsamte Reaktionszeiten und Defizite in der Gedächtnisleistung erkennbar. Beide Symptome gelten als Hinweise auf Verletzungen in verschiedenen Bereichen des Gehirns. Der Träger sieht Gruppen von Wörtern, blinkende weiße Quadrate, die ihre Position ändern, und eine Reihe von Formen mit verschiedenen Farben und Mustern. Gleichzeitig erscheinen auf dem Display Anleitungen und werden Anweisungen über die Kopfhörer gegeben. Der Träger reagiert auf die Anweisungen durch das Drücken einer der zwei Schaltflächen auf der Steuerung.

Durch die Messung der Reaktionen entdeckt das System sogar kleine kognitive Defizite wie sie mit einer Gehirnerschütterung oder einer Demenz im Frühstadium einhergehen. DETECT beendet seine Tests innerhalb von rund sieben Minuten. Konventionelle Kognitionstests erfordern einen Zeitaufwand von mehreren Stunden und geschultes Personal zur Durchführung und Auswertung der Ergebnisse. Wissenschafter der Emory University testen das System laut NewScienstist derzeit in Notaufnahmen und planen weitere Überprüfungen bei Sportveranstaltungen.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.gatech.edu
http://www.emory.edu

Weitere Berichte zu: DETECT Demenz Gehirnerschütterung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Vitamin-Mangel, der Kampf gegen die Antriebslosigkeit und Nahrung für die Nerven
08.12.2016 | PhytoDoc Ltd.

nachricht Entschlüsselung von Kommunikationswegen zwischen Tumor- und Immunzellen beim Eierstockkrebs
06.12.2016 | Wilhelm Sander-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einzelne Proteine bei der Arbeit beobachten

08.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Intelligente Filter für innovative Leichtbaukonstruktionen

08.12.2016 | Messenachrichten

Seminar: Ströme und Spannungen bedarfsgerecht schalten!

08.12.2016 | Seminare Workshops