Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vier Milliarden DM Kostensteigerung wegen ernährungsbedingter Krankheiten

07.08.2001


Schon wieder knapp vier Milliarden Mark Mehrausgaben wegen ernähungsbedingter Krankheiten im Vergleich zum Vorjahr, erläuterte Professor Dr. rer. nat. Rudolf Schmitz, Präsident des Deutschen Instituts für Ernährungsmedizin und Diätetik (D.I.E.T.) in Bad Aachen aus Anlass der diesjährigen Jahrespressekonferenz des Instituts. Für dieses Jahr bezifferte er die Kosten auf 148,575 Milliarden Mark.

Trotz der Bemühungen verschiedener Institutionen (DIET e.V., DGE e.V., VFED e.V., AID e.V.) auf ernährungsbedingte Krankheiten, ihre Folgen und auch ihre Kosten hinzuweisen und aufzuklären, hat sich leider nichts getan. Im Gegenteil, die Kosten, die auf Fehlernährung zurückzuführen sind, stiegen nach Hochrechnungen des DIET im letzten Jahr, von 144,64 Milliarden auf jetzt 148,575 Milliarden DM. Als Datengrundlage für diese Berechnungen diente die 1990 vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG, Schriftreihe Band 27) durchgeführte Studie "Kosten von ernährungsabhängigen Krankheiten in der BRD im Jahre 1990".

Sven-David Müller, Sprecher des DIET, forderte aus Anlass der Jahrespressekonferenz von Seiten des Staates mehr Prävention. 60 Prozent der deutschen Bevölkerung sind übergewichtig, da reicht es nicht über "Abnehmprogramme" nachzudenken, es muss viel früher etwas geschehen: Ernährungslehre schon im Kindergarten - unter Einbeziehung der Eltern, Schulungen für Lehrkräfte bezüglich der ernährungsmedizinischen Grundlagen und Nahrungszubereitungen, finanzielle Unterstützung ernährungsmedizinischer Institutionen, so Müller weiter.

Das DIET bietet weiterhin den kostenlosen ernährungsmedizinischen Beratungsdienst werktags zwischen 14:00 und 17:30 unter der Telefonnummer 0241/ 445 06 00. Weiterhin können Sie auf der Homepage http://www.diet-aachen.de Informationen abrufen. Auch die Internet-Medizinplattform Surfmed (http://www.surfmed.de) bietet wertvolle, individuelle Unterstützung bei der Gewichtsreduzierung.

Ernährungsmedizinische Beratungsdienste des Deutschen Instituts für Ernährungsmedizin und Diätetik (D.I.E.T.)

Sprechstunde, Tipps und Hilfe am Telefon und im persönlichen Gespräch

Die Kosten im Gesundheitswesen explodieren. Das ist insbesondere auf ernährungsbedingte aber auch ernährungsabhängige Krankheiten zurückzuführen. Diese Ausgaben betrugen nach Schätzung des Präsidenten vom Deutschen Instituts für Ernährungsmedizin und Diätetik (D.I.E.T), Prof. Dr. rer. nat. Rudolf Schmitz (RWTH Aachen) im vergangenen Jahr 144,65 Milliarden DM. Das sind ein Drittel der Gesamtkosten im Gesundheitswesen. Nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit treten 64 Prozent der Todesfälle in Deutschland in Folge ernährungsbedingter und ernährungsabhängiger Erkrankungen auf. Ein großes Risiko ist das Übergewicht: In den neuen deutschen Bundesländern sind 67 Prozent der Männer übergewichtig und 52,2 Prozent der Frauen. In den alten Bundesländern sind 66 Prozent der Männer und 57,2 Prozent der Frauen übergewichtig. Mit aktiver Aufklärungsarbeit versuchen die Experten des Deutschen Instituts für Ernährungsmedizin und Diätetik einem weiteren Kostenanstieg entgegenzuwirken.

Ein Team von Ernährungsmedizinischen Beratern, Diätassistenten, Diätberatern DDG und Diplom Oecotrophologen des Deutschen Instituts für Ernährungsmedizin und Diätetik informiert telefonisch durch die verschiedenen ernährungsmedizinischen Beratungsdienste:

  • "Hilfe, ich bin zu dick" Tel. 0241/445 06 00, werktags von 14.00 Uhr bis 17.30 Uhr

  • "Hilfe, ich bin zu dünn" Tel. 0241/96 10 95 66, werktags von 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr

  • "Niere, Dialyse und Ernährung" Tel. 0241/608 08 31, werktags von 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr

  • "Ballaststoffe senken den Cholesterinspiegel" Tel. 0241/445 02 30, werktags von 10.00 Uhr bis 11.30 Uhr.

  • "Gesundheit aus der Tiefsee: natürliche Eikosane für den Blutfettspiegel" Tel. 0241/608 08 32, werktags von 9.00 Uhr bis 11.30 Uhr.

Diese Beratungsgespräche kosten die Anrufer keine Beratungsgebühren - egal wie lange sie andauern. Die Anrufer müssen lediglich die ortsabhängigen Telefonkosten zahlen (Ortsgespräch / Ferngespräch).

| ots
Weitere Informationen:
http://www.DIET-Aachen.de
http://www.surfmed.de

Weitere Berichte zu: DIET Gesundheitswesen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Schwere Infektionen bei Kindern auch in der Schweiz verbreitet
26.07.2017 | Universitätsspital Bern

nachricht Neue statistische Verfahren zur Überprüfung von Arzneimittel-Generika
25.07.2017 | Ruhr-Universität Bochum

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Blattkäfer: Schon winzige Pestizid-Dosis beeinträchtigt Fortpflanzung

26.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Akute myeloische Leukämie (AML): Neues Medikament steht kurz vor der Zulassung in Europa

26.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biomarker zeigen Aggressivität des Tumors an

26.07.2017 | Biowissenschaften Chemie