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Gehirnaktivität verrät was ein Mensch denkt

26.04.2005


fMRI-Scans machen unbewusste Gedanken sichtbar



Wissenschafter des University College London behaupten, dass sie mittels eines einfachen Gehirnscans die unbewussten Gedanken eines Menschen sichtbar machen können. Funktionelle Magnet-Resonanz-Tomographie (fMRI) Scans machen die Gehirnaktivität sichtbar. Die in Nature Neuroscience veröffentlichten Forschungsergebnisse sollen einen neuen Zugang zum Unbewussten eröffnen.

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Für das Experiment maßen die Wissenschafter Geraint Rees und John-Dylan Haynes die Gehirnaktivität im visuellen Kortex während die Teilnehmer verschiedene Objekte am Computerschirm sahen. Dieser Teil des Gehirns bearbeitet die von den Augen gelieferten Informationen. Die Scans ermöglichten den Forschern bessere Aussagen über das Gezeigte als die Teilnehmer selbst liefern konnten. Wurden zwei Bilder rasch nacheinander gezeigt, sahen die Freiwilligen nur das zweite und konnten das erste nicht erkennen. Die Gehirnscans unterschieden jedoch die Muster der Gehirnaktivität bei beiden Bildern deutlich.

Eine Studie von japanischen Wissenschaftern, die im gleichen Fachmagazin publiziert wurde, lieferte laut BBC ähnliche Ergebnisse. Als den Teilnehmern Streifen gezeigt wurden, die in verschiedene Richtungen geneigt waren, zeigten sich die fMRI Scans ebenfalls subtile Unterschiede. Die Forscher entwickelten ein Computerprogramm zur Erkennung dieser verschiedenen Muster. Es zeigte sich, dass sie mit bemerkenswerter Genauigkeit voraussagen konnten, welche Art von Streifen gezeigt worden war. Wurde den Teilnehmern ein Plaidmuster gezeigt, dass aus zwei verschiedenen Streifensätzen bestand und wurden sie gebeten, auf nur eines zu achten, konnte das Programm erkennen, an welches Muster gedacht wurde. Laut Rees handelt es sich dabei um den ersten grundlegenden Schritt die Gedanken eines Menschen aufgrund seiner Gehirnaktivität zu lesen.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.ucl.ac.uk
http://www.nature.com

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