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Metastasen früh und zuverlässig aufspüren

21.04.2005



Ein neues Verfahren zur Erkennung von Tumor- und Herzerkrankungen wird nun im klinischen Alltag eingesetzt: Die weltweit ersten SPECT•CT-Systeme von Siemens sind an der Uniklinik in Erlangen und der University of Michigan Health System (UMHS) in Ann Arbor in Betrieb genommen worden. Die Geräte ermöglichen Ärzten frühere, genauere und zuverlässigere Diagnosen, was die Chancen der Patienten auf Heilung erheblich verbessert.

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Das System kombiniert erstmals die Empfindlichkeit der SPECT-Technik (Single-Photon Emission Computertomographie), die die Funktionen von Zellen im Körper darstellen kann, mit den detaillierten anatomischen Informationen der Mehrschicht-Computertomographie. Das Gerät heißt Symbia TruePoint SPECT•CT. Das nuklearmedizinische Verfahren SPECT liefert Ärzten Informationen über Organfunktionen, Zellstoffwechsel und andere Vorgänge im menschlichen Körper. Dabei bekommen Patienten sehr geringe Mengen radioaktiver Substanzen verabreicht, die je nach Art der Untersuchung in verschiedenen Organen kurzzeitig gespeichert werden. Die von dieser Substanz (und somit dem Patienten) ausgehende Gammastrahlung (Photonen) wird von einer speziellen Kamera erfasst und daraus ein dreidimensionales Schichtbild erstellt. Durch eine Überlagerung der Daten mit den Schichtbildern eines Computertomographen kann der Arzt erkennen, an welchen Stellen im Körper Erkrankungen vorliegen. Dabei handelt es sich um Bereiche, die weniger als ein Millimeter groß sind.

Das Universitätsklinikum Erlangen setzt die neue Technik unter anderem bei Krebs ein. So werden bei Patienten mögliche Metastasen frühzeitig erkannt. Der Arzt kann dann sofort entscheiden, ob er die bisherige Behandlung fortsetzen muss oder nicht. Dadurch können unnötige Operationen vermieden und Risiken bei Eingriffen gesenkt werden. Innerhalb einer Stunde ist die Untersuchung beendet, die zuvor mit verschiedenen Systemen zwei Tage erforderte. Denn nun können bei einem Untersuchungstermin beide Verfahren angewendet werden.


Auch Herzpatienten profitieren von dem neuen System: Nach Herzinfarkten können die Kardiologen schnell und genau feststellen, wo und in welchem Ausmaß der Herzmuskel des Patienten durch mangelnde Blutversorgung geschädigt wurde. (IN 2005.04.5)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/medical
http://www.siemens.de/innovation

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