Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Impulse für die Frühförderung von Kindern

18.04.2005


Universität Bielefeld erhält Auftrag zur Überprüfung von Trainingsprogrammen für Eltern von der Winzig-Stiftung

... mehr zu:
»Frühförderung

Die Universität Bielefeld hat von der Wuppertaler Winzig-Stiftung den Auftrag erhalten, eine systematische Analyse der Leistungsfähigkeit von Programmen des Elterntrainings durchzuführen. Die Stiftung hat sich der Frühförderung von Kindern verschrieben und unterstützt Vorhaben vor allem im pädagogischen und im entwickungsbiologischen Bereich.

Die Universität Bielefeld erhielt den Zuschlag für eine Förderung, weil sie an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften unter der Leitung von Prof. Dr. Klaus Hurrelmann seit vielen Jahren über Erfahrungen mit Forschungsprojekten zu Entwicklungs-, Leistungs- und Gesundheitsstörungen bei Kindern und Jugendlichen verfügt. Die Winzig-Stiftung unterstützt die Universität Bielefeld zunächst für eine Laufzeit von zwei Jahren.


Inhaltlicher Schwerpunkt des Projektes an der Universität Bielefeld ist eine kritische Überprüfung der Leistungsfähigkeit und der Reichweite von Programmen des Elterntrainings. "In den letzten fünf Jahren haben sich vielfältige Angebote für Eltern entwickelt. Sie richten sich an Eltern, die spezielle Schwierigkeiten im Umgang mit ihren Kindern haben, aber auch an solche, die sich einfach einen entspannteren Umgang mit familiären Konflikten wünschen", erläutert Projektkoordinatorin Kordula Marzinzik. "Immer mehr Eltern holen sich Hilfe bei professionellen Elterntrainern und besuchen Kurse, um einen kompetenten Umgang mit ihren Kindern zu erlernen. Bisher wissen wir aber noch wenig darüber, wie erfolgreich die meisten aus dem angelsächsischen Raum stammenden Elterntrainingsprogramme tatsächlich sind."

Die Bielefelder Wissenschaftler wollen mit Unterstützung der Wuppertaler Stiftung in einem ersten Schritt das seit wenigen Jahren in Deutschland eingeführte, aus den USA stammende Trainingsprogramm "Systematic Training for Effective Parenting (STEP)" überprüfen. Dieses Programm wurde von der Schulpsychologin Linda Pliska sowie den Pädagoginnen Trudi Kühn und Roxana Petcov übersetzt und auf die deutschen Verhältnisse übertragen. Innerhalb kurzer Zeit hat es wegen seiner einfachen und alltagsorientierten Ausrichtung und seiner auf die Förderung der Selbstständigkeit des Kindes ausgerichteten Akzentsetzung große Resonanz in Deutschland gefunden. Es hat sich als drittes Programm neben dem weit verbreiteten verhaltensmodifikatorischen Konzept "TripleP" und dem vom Deutschen Kinderschutzbund entwickelten Konzept "Starke Eltern - Starke Kinder" durchgesetzt. Das Forschungsteam um Klaus Hurrelmann will nun klären, ob es dem STEP-Elterntraining tatsächlich gelingt, Eltern zu einem kompetenteren Umgang mit ihren Kindern zu verhelfen. Außerdem soll untersucht werden, wie das Programm an diejenigen Eltern herangetragen werden kann, die zwar Hilfe benötigen, aber sich - ob aus finanziellen oder anderen Gründen - scheuen, ein Training in Anspruch zu nehmen. "Wir möchten im Forschungsprojekt herausfinden", so Kordula Marzinzik, "welche Angebote gemacht werden müssen, damit das Training auch gerade die Eltern erreicht, die eine Unterstützung besonders gut gebrauchen könnten."

Kontakt: Kordula Marzinzik, MPH, Fakultät für Gesundheitswissenschaften, Telefon: 0521/106 6245 oder 106 3834 (Sekretariat); E-Mail: kordula.marzinzik@uni-bielefeld.de.

Pressemitteilung Nr. 70/2005
Universität Bielefeld
Informations- und Pressestelle
Dr. Hans-Martin Kruckis
Telefon: 0521/106-4074 (Sekretariat: 4146)
Fax: 0521/106-2964
E-Mail: hans-martin.kruckis@uni-bielefeld.de

Dr. Hans-Martin Kruckis | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bielefeld.de

Weitere Berichte zu: Frühförderung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Vitamin-Mangel, der Kampf gegen die Antriebslosigkeit und Nahrung für die Nerven
08.12.2016 | PhytoDoc Ltd.

nachricht Entschlüsselung von Kommunikationswegen zwischen Tumor- und Immunzellen beim Eierstockkrebs
06.12.2016 | Wilhelm Sander-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie