Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Zeit der Tränen beginnt wieder!

14.04.2005


Tränende Augen, gerötete Nase, geschwollene Schleimhäute und dicke Augenlider? Dahinter verbirgt sich nicht immer seelisches Leid. Bis zu 30% der Bundesbürger leiden unter allergischer Rhinitis und Rhinokonjuktivitis, der im Volksmund auch Heuschupfen genannte häufigste chronische Erkrankung in der Bevölkerung. Untersuchungen der letzten Jahre zeigen, dass allergische Erkrankungen, vor allem der Heuschnupfen deutlich zunehmen.



Nachdem der Pollenflug der Hasel und Erle, die vielen Betroffenen schon im Februar und März Beschwerden verursachen, dieses Jahr wegen der langen Kälteperiode wenig Beschwerden verursachten, wird in wenigen Tagen die Birkenpollenblüte beginnen und wieder unzählige Patienten leiden lassen. Landläufig herrscht die Meinung, dass der Heuschnupfen nur eine lästige Befindlichkeitsstörung darstellt. Dabei hat die Welt-Gesundheits-Organisation WHO in den letzten Jahren die allergische Rhinitis als ein weltweites Gesundheitsproblem für 5 bis 50 % der Bevölkerung definiert, dessen Verbreitung zunimmt. Obwohl es sich meist nicht um eine schwere Erkrankung handelt, so die WHO-Leitlinien, kann die Rhinitis soziale, schulische und berufliche Belange behindern und erhebliche Kosten für den Betroffenen, das Gesundheitswesen und die Gesellschaft verursachen. Deshalb formulierte die WHO Leitlinien, die die Lebensbedingungen der Betroffenen mit allergischer Rhinitis verbessern können. Darüber hinaus wird mittlerweile anerkannt, dass der Heuschnupfen nicht nur eine wesentliche chronische Erkrankung der Atemwege darstellt sondern auch der wichtigste Risikofaktor für ein Asthma darstellt.

... mehr zu:
»Asthma »Rhinitis »Who


Professor J. C. Virchow von der Klinik für Innere Medizin am Universitätsklinikum Rostock weist darauf hin, dass die Chance besteht Asthma zu verhindern, wenn man den Heuschnupfen früh erkennt und richtig behandelt. "Wir empfehlen, diesen neuen Erkenntnissen der WHO folgend Heuschnupfen nicht mehr als lästige Bagatelle abzutun sondern beim Hausarzt und/oder Allergologen abzuklären und alle sinnvollen Therapiemöglichkeiten zu prüfen und auszuschöpfen. Diese beginnen, wenn möglich, mit Allergenmeidung, umfassen ferner medikamentöse Therapien und schließlich die Hyposensibilisierung, bei der übersteigerte Reaktion des Immunsystems, die den allergischen Erkrankungen zugrunde liegt durch Spritzen bekämpft werden." "Der Heuschnupfen beeinträchtigt nicht nur die Lebensqualität der Patienten sondern auch die Leistung in Schule und am Arbeitsplatz und senkt damit die Produktivität, wie verschiedene Untersuchungen gezeigt haben" sagt Virchow.

Prof. Virchow ist Lungenfacharzt und Allergologe und Mitglied im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und Klinische Immunologie und in verschiedenen nationalen und Internationalen Gremien zur Allergologie tätig.

Prof. Johann Christian Virchow
T: 0381 494 7460
johann-christian.virchow@med.uni-rostock.de

Dr.-Ing. Karl-Heinz Kutz | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-rostock.de

Weitere Berichte zu: Asthma Rhinitis Who

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Sind Epilepsie-Patienten wetterfühlig?
23.05.2017 | Universitätsklinikum Jena

nachricht Dual-Layer Spektral-CT: Bessere Therapieplanung beim Bauchspeicheldrüsenkrebs
18.05.2017 | Deutsche Röntgengesellschaft e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften