Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Roboter-Anzug soll Behinderten helfen

11.04.2005


Japanischer HAL-3 als externes Skelett




Forscher der japanischen Universität von Tsukuba haben ein externes Roboter-Skelett entwickelt, das Behinderten das Leben erleichtern soll: HAL-3 (Hybid Assistive Limb) wird im Juni bei der derzeit in Aichi stattfindenden World-Expo 2005 vorgestellt. Ende des Jahres soll ein HAL-Modell bereits serienreif sein und kommerziell genutzt werden, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist http://www.newscientist.com .

... mehr zu:
»HAL-3 »HAL-5


HAL-3 ist das Resultat aus zehn Jahren Arbeit, berichtet der Erfinder Yoshiyuki Sankai vom Institute of Engineering Mechanics and Systems der Universität Tsukuba. Integriert wurde in das externe Metall-Skelett Wissen aus den verschiedenen Wissenschaftszweigen wie etwa der Mechanik, der Bionik, der Elektronik und der Robotik. HAL-3 ist ein motorbetriebenes "Exoskelett", das über die Beine gezogen wird, um bei Bewegungen zu helfen. In einem Rucksack befindet sich ein Computer mit einer drahtlosen Verbindung, die Batterien finden sich am Gürtel. Zwei Kontrollsysteme sorgen dafür, dass der Bediener sowohl stehen als auch gehen und Stiegensteigen kann. Ein "bio-kybernisches System" verwendet bioelektrische Sensoren, die am Bein oder an der Haut befestigt sind und die Impulse an das Hirn weitergeben. Dadurch erkennt das System, ob der Träger nun gehen oder stehen will, da die Nervensignale als elektrische Impulse an den Rechner geschickt werden, der sie dann auswertet. In weniger als einer Sekunde reagieren die Motoren dann auf diese Impulse. Die Motoren antworten, so das Wissenschaftsmagazin, schneller auf die Signale vom Gehirn als die eigenen Muskeln.

Ein zweites System sorgt dafür, dass die Bewegungen koordiniert sind. Es startet erst dann, wenn sozusagen der Befehl "Gehen" kommt und garantiert den akkordierten Ablauf der einzelnen Bewegungen. Die Bewegungsabläufe werden gespeichert und sorgen für eine Regelmäßigkeit im Ablauf. Der Roboter, der 22 Kilogramm wiegt, soll etwa 14.000 bis 19.000 Dollar kosten.

Auch die Roboter-Systeme HAL-4 und HAL-5 werden bei der Expo in Aichi vorgestellt. Sie ermöglichen zum Beispiel eine erhöhte Muskelbelastung beim Heben. Die Steigerung soll bis zu 40 Kilogramm mehr ausmachen. HAL-4 wiegt 17 Kilogramm. HAL-5 soll dann noch leichter werden.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.kz.tsukuba.ac.jp/IEMS/indexE-flame.htm
http://www-1.expo2005.or.jp/en

Weitere Berichte zu: HAL-3 HAL-5

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Gefäßregeneration: Wie sich Wunden schließen
12.12.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

nachricht Mit 3D-Zellkulturen gegen Krebsresistenzen
11.12.2017 | Universität Bern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mit Quantenmechanik zu neuen Solarzellen: Forschungspreis für Bayreuther Physikerin

12.12.2017 | Förderungen Preise

Stottern: Stoppsignale im Gehirn verhindern flüssiges Sprechen

12.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

E-Mobilität: Neues Hybridspeicherkonzept soll Reichweite und Leistung erhöhen

12.12.2017 | Energie und Elektrotechnik