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Neue Hoffnung für Zöliakie-Patienten

05.04.2005


Die durch eine Glutenintoleranz gekennzeichnete Zöliakie betrifft bis zu eine Million Europäer und steht mit Immunreaktionen auf Glutenpeptide in Verbindung. Der Ausschluss von Gluten aus der Ernährung des Patienten ist die einzige bekannte Behandlungsmethode zur Linderung der Symptome.



Das Verständnis für die an der Aktivierung des Immunsystems verbundenen Mechanismen, die zum Auftreten von Zöliakie (Coeliac Disease - CD) führen, stand im Mittelpunkt des EU-Projekts GLUTEN EPITOPES IN C. Die Immun-T-Zellen bei CD-Patienten erkennen spezifische Segmente der Glutenproteine, und diese fungieren als Auslöser für eine fehlgeleitete Immunreaktion gegen das Darminnere.

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Die Sammlung von Informationen zu diesen als Epitope bekannten Proteinsegmenten und die genaue Festlegung der spezifischen Nahrungsgruppen, in denen diese auftreten, könnte der erste Schritt zur Vorbeugung und zur Behandlung der Krankheit sein. Aus diesem Grund konzentrierten die Projektforscher ihre Leistungen auf die Identifizierung von Epitopen, welche die T-Zellen stimulieren, und in bestimmten Nahrungsmitteln wie Gerste, Roggen und anderen Getreidesorten auftreten.

Es wurden Epitop-Strukturen in Gerste, Roggen und Hafer bestimmt; den Reaktionen auf das Haferpeptid Avenin wurde eine besondere Bedeutung zugewiesen, da Avenin im Allgemeinen für CD-Patienten als sicher angesehen wird. Die Studien deuten jetzt darauf hin, dass bestimmte Haferpeptide in der Tat T-Zellen-Reaktionen bei CD-Patienten hervorrufen können und dass eine geringe Zahl von CD-Patienten eine Haferunverträglichkeit entwickeln kann.

Auf der Grundlage dieser Technologien und anfänglicher Studiendaten haben die Wissenschaftler ein neuartiges Testset zur Prüfung von Nahrungsprodukten entwickelt. Das Ziel liegt in der frühen und genauen Erkennung von T-Zellen-Epitopen in Nahrungsmitteln und der damit verbundenen Vorbeugung von Verbrauch und Immunreaktionen. Das Set befindet sich im Prototyp-Stadium, und es wurden bereits Patente beantragt. Die Forscher sind bestrebt, eine Vielzahl von Optionen in Bezug auf die Vermarktung des Produkts zu auszuschöpfen.

Prof. Frits Koning | ctm
Weitere Informationen:
http://www.lumc.nl

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