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Hoffnung auf neuen Cholesterin-Senker

30.03.2005


Inaktivierung des Pcsk9-Gens reduziert Werte um 52 Prozent



Ein wichtiger Durchbruch ist US-amerikanischen Wissenschaftern im Bereich der Cholesterinforschung gelungen: Sie konnten ein Protein inaktivieren, das wesentlich für die Regulierung von gesundheitsschädigendem LDL-Cholesterin (Low Density Lipoprotein) verantwortlich ist. Durch die Hemmung des Proteins konnten die Forscher die Cholesterinwerte bei Mäusen um mehr als 50 Prozent senken. Die Forscher erhoffen sich von der Entdeckung die Entwicklung neuer Cholesterin senkender Medikamente, denn dasselbe Protein ist auch bei Menschen für die Regulierung der Cholesterinwerte zuständig. Die Ergebnisse der Studie wurden online auf der Homepage der National Academy of Sciences publiziert.



Die Forscher der University of Texas inaktivierten das so genannte Pcsk9-Gen bei Mäusen, welches für die Produktion des PCSK9-Proteins verantwortlich ist. Dieses Protein setzt normalerweise Rezeptoren frei, die sich an das LDL-Cholesterin in der Leber anheften und so die Cholesterinaufnahme hemmen. Durch die Unterbindung des Proteins hatten die Mäuse eine höhere Anzahl aktiver LDL-Rezeptoren und waren folglich fähig eine größere Menge LDL-Cholesterin aus dem Blut aufzunehmen.

Die Ausschüttung von LDL-Rezeptoren ist der primäre Mechanismus, durch den Menschen ihre LDL-Cholesterinwerte im Blut senken. Die Untersuchung zeigt nun, dass durch die Inaktivierung des Pcsk9-Gens bei 52 Prozent der Mäuse der Cholesterinwert signifikant gesenkt werden konnte. "Die von uns als Knockout-Mäuse bezeichneten Versuchstiere hatten einen LDL-Cholesterinwert von 46 mg/dl (Milligramm pro Deziliter), während normale Mäuse einen Wert von 96 mg/dl aufweisen", erklärte Studienleiter Jay Horton.

Hohe LDL-Cholesterinwerte sind ein wesentlicher Risikofaktor bei der Verursachung von Herzkrankheiten, Herzinfarkt und Schlaganfall. Denn sie tragen zu der Bildung von Ablagerungen bei, die in weiterer Folge die Arterienwände verstopfen. Die Entwicklung eines neuen Medikaments anhand der aktuellen Untersuchungsergebnisse würde für weltweit 25 Mio. betroffener Personen Abhilfe schaffen.

Evelyn Lengauer | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.nas.edu
http://www.swmed.edu

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