Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Endlich wieder befreit durchatmen! / Neue Therapie zur Behandlung chronisch verstopfter Nase

18.03.2005


Für Millionen Deutsche bedeuten die ersten Frühlingsboten den Beginn eines alljährlich wiederkehrenden Alptraums: verstärkter Pollenflug verursacht Juckreiz in Augen und Nase, die Augen tränen, die Nase ist zu. Doch was, wenn sich daraus ein Dauerzustand entwickelt?

Die intensive Schleimhautreizung im Nasenraum kann zu krankhaften Veränderungen, wie z.B. einer chronischen Vergrößerung des Gewebes im Inneren der Nase führen, die Nase ist dauerhaft "zu". Nächtliches Schnarchen, Abnahme des Geruchs- und Geschmackssinns sowie eine erhöhte Kopfschmerzneigung können die Folge sein. Ein weiteres ernstes Problem besteht darin, dass Betroffene aufgrund der blockierten Nasenatmung ständig durch den Mund atmen müssen. Dabei trocknen die Rachenschleimhäute aus und können ihre Bakterien abwehrende und filternde Funktion nur noch mangelhaft erfüllen. Das Risiko von Erkältungs- und Infektionskrankheiten steigt.

Meist nehmen die Beschwerden durch längere Verwendung von Nasentropfen oder Nasensprays noch zu. Bisher blieb dann nur die chirurgische Entfernung von Gewebe in der Nase - die konventionelle Verkleinerung der so genannten Nasenmuscheln. Diese nur stationär mögliche Behandlung ist nicht nur äußerst blutig und schmerzhaft, sondern oft auch mit unangenehmen Folgeerscheinungen (trockene Rhinitis) verbunden. Denn durch die Entfernung von Nasenmuschelgewebe inklusive Schleimhaut und Flimmerhärchen wird die körpereigene Reinigungsfunktion der Nase beeinträchtigt, die Infektionsanfälligkeit nimmt zu.

Eine sanfte Verkleinerung der Nasenmuschel ermöglicht ein neues, minimal invasives Verfahren aus dem Bereich der Schlüsselloch-Chirurgie. Mit der so genannten Celon Methode wird das Gewebe mittels Radiofrequenzenergie und einem feinen, nadelförmigen Applikator kurz und gezielt auf Temperaturen über 60 Grad Celsius erhitzt. Das behandelte Gewebe wird innerhalb kurzer Zeit vom Körper automatisch abgebaut und die vergrößerte Nasenmuschel so wieder auf Normalmaß gebracht. Der Eingriff ist ambulant und unter örtlicher Betäubung möglich und dauert nur wenige Minuten. Schleimhaut und Flimmerhärchen werden geschont, und die Nasenfunktion bleibt erhalten. Eine weitere Besonderheit der Celon Methode besteht darin, dass die Hitze dank der bipolaren Applikatoren ganz gezielt im Gewebe platziert werden kann, was gerade im sensiblen Hals-Kopf-Bereich sehr wichtig ist.

Der Eingriff beim Hals-Nasen-Ohrenarzt ist quasi schmerzfrei. Danach kann der Patient wieder nach Hause oder zur Arbeit gehen. Das Tamponieren der Nase ist nicht erforderlich, allenfalls etwas Pflege mit sanften Salben oder Kochsalzsprays - und ein wenig Geduld. Die Zurückbildung des Gewebes ist erst nach einigen Tagen abgeschlossen, dann ist die Nase wieder frei.

Christina Müller | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.celon.com

Weitere Berichte zu: Schleimhaut

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Sind Epilepsie-Patienten wetterfühlig?
23.05.2017 | Universitätsklinikum Jena

nachricht Dual-Layer Spektral-CT: Bessere Therapieplanung beim Bauchspeicheldrüsenkrebs
18.05.2017 | Deutsche Röntgengesellschaft e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften