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Psychische Gesundheit wird in Italien Staatssache

18.03.2005


Knapp jeder Zehnte leidet bereits unter Depressionen



Italien will gegen die steigende Zahl von Depressionen vorgehen. Dazu wurde von der Regierung bei einem interministeriellen Treffen in Rom ein strategischer Plan ausgearbeitet, bestehend aus einem Maßnahmen-Mix, der eine weitere Ausbreitung der psychischen Erkrankung verhindern soll, berichtet das italienische Gesundheitsministerium. "Die Depression ist eine ernst zu nehmende Krankheit, die in einem erschreckenden Ausmaß in Italien wie auch in den meisten industrialisierten Ländern um sich greift und zu einer Epidemie zu werden droht. Darum werden wir gegen diese Krankheit nun mit einem Maßnahmenplan vorgehen", erklärte der italienische Gesundheitsminister Girolamo Sirchia.

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In Italien gibt es bereits 1,5 Mio. Menschen, die an Depressionen leiden und weitere fünf Mio. Menschen geben an, in ihrem Leben bereits an einer Depression gelitten zu haben. Für Frauen ist das Risiko unter Depressionen zu leiden dreimal so hoch wie für Männer. Die Analyse ergab, dass auch bereits jedes sechste von 100 Kindern unter Depressionen leidet. Darüber hinaus wird eine steigende Anzahl von Krankenhausaufenthalten auf Grund von Depressionen verzeichnet sowie eine Steigerung des Absatzes von Antidepressiva. Die Regierung will mit ihrem Maßnahmenplan besonders auf die vier hauptsächlich betroffenen Gruppen, nämlich alte Menschen, Kinder, Heranwachsende und schwangere Frauen, eingehen.

Bei dem Plan handelt es sich um eine fünfstufige Pyramide, welche in den einzelnen Stufen die unterschiedlichen Level der Ausprägung einer Depression erfasst - nämlich Prävention, frühzeitiges Erkennen, Behandlung leichter Fälle, Behandlung mittelschwerer Fälle und Behandlung schwerer Depressionen - und konkrete Vorgehensweisen implementiert. Vom organisatorischen Standpunkt soll der Plan auf zentraler, regionaler und lokaler Ebene umgesetzt werden. Dafür ist eine umfassende Einbindung von Ärzten, Universitäten, Schulen und Behörden vorgesehen.

Evelyn Lengauer | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.ministerosalute.it/ministero/ministro.jsp

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