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Acrylamid erhöht Brustkrebsrisiko doch nicht

16.03.2005


Täglich konsumierte Mengen sind zu gering



Acrylamid, eine Chemikalie, die in gebratenen und frittierten Lebensmitteln vorkommt, erhöht das Risiko einer Brustkrebserkrankung nicht. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Harvard School of Public Health und des Karolinska Institutet gekommen. Die Wissenschafter wiesen nach, dass Frauen, die mehr Nahrungsmittel mit Acrylamid zu sich nahmen, keinem höheren Risiko ausgesetzt waren. Die Chemikalie ist in Chips, Pommes Frites und Kaffee enthalten. Die Ergebnisse der Studie, die Daten von 43.000 Frauen ausgewertete, wurden im Journal of the American Medical Association veröffentlicht.

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Acrylamid wurde laut BBC 2002 erstmals in beliebten Lebensmitteln nachgewiesen. Die WHO meldete, dass Laborexperimente nahe legten, dass diese Substanz krebserregend ist. Acrylamid scheint sich als Ergebnis einer Reaktion zwischen bestimmten Aminosäuren und Zucker zu bilden, die in Lebensmitteln vorkommen, die sehr stark erhitzt werden. Wurden Ratten in Tests dieser Substanz ausgesetzt, bildeten sich große Tumore an den Brustdrüsen. Die Tiere wurden jedoch Dosierungen ausgesetzt, die zwischen 1.000 und 100.000fach größer waren als jene Mengen, die der Mensch mit der Nahrung zu sich nimmt.

Die Wissenschafter untersuchten in der aktuellen Studie, ob die mit der Nahrung konsumierte Menge zu einem Krebsrisiko führt. Die Teilnehmerinnen waren an der Swedish Women’s Lifestyle and Health Cohort beteiligt. Sie wurden 1991 erstmals zu ihrer Ernährung befragt und danach, welche Mengen acrylamidhaltiger Lebensmittel sie konsumierten. Aufgrund dieser Daten wurden die genauen Acrylamidmengen ermittelt. Als die Frauen 2002 erneut befragt wurden, stellte sich heraus, dass 667 an Brustkrebs erkrankt waren. Es zeigte sich, dass Schwankungen in der Acrylamidmenge keinen Einfluss auf das Brustkrebsrisiko hatten. Zusätzlich verfügten auch Frauen, die eine größere Menge der genannten Lebensmittel aßen, über kein höheres Risiko. Die durchschnittliche tägliche Menge von Acrylamid lag bei 25,9 Mikrogramm. Der größte Anteil entfiel auf Kaffee (54 Prozent), Bratkartoffeln (12 Prozent) und Knäckebrot (9 Prozent).

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.hsph.harvard.edu
http://info.ki.se/
http://jama.ama-assn.org

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