Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dickdarmkrebs: Heilung durch konsequente Früherkennung!

09.03.2005


Der Dickdarmkrebs gehört bei Männern und Frauen in Deutschland zu den häufigsten Todesursachen. Jedes Jahr erkranken in Deutschland mehr als 50.000 Menschen an Darmkrebs und mehr als 30 000 sterben daran. Damit steht der Darmkrebs an zweiter Stelle der Krebstodesursachen und seine Häufigkeit nimmt weiter zu. Im Gegensatz zu anderen Tumorarten ist beim Darmkrebs eine frühzeitige Diagnose und damit eine Heilung möglich. Die Chancen für eine Früherkennung stehen gut, sofern die Möglichkeiten der Vorsorgeuntersuchung genutzt werden. Durch sie können nicht nur Krebserkrankungen rechtzeitig erkannt werden, sondern auch Vorstufen des Dickdarmkrebses. In über 90% entwickelt sich der Darmkrebs langsam innerhalb eines Zeitraumes von 8 - 12 Jahren.



Er beginnt mit gutartigen Vorstufen, den Polypen oder Adenomen. Diese Vorstufen bleiben lange Zeit unerkannt, da sie keine Beschwerden machen. Doch irgendwann fangen sie an, schneller zu wachsen und werden zu einem echten Krebs. Solche Vorstufen können ohne Operation während einer Dickdarmspiegelung entfernt werden, wodurch die Entstehung des Krebses vollständig verhindert wird. Eine Suche nach dem Krebs und seinen Vorstufen lohnt sich also. Aber was nutzen die besten Früherkennungsmaßnahmen, wenn sie niemand kennt oder in Anspruch nimmt? Nur 20% der Männer und 35% der Frauen nehmen in Deutschland regelmäßig das Angebot der Krebsfrüherkennungsprogramme an. Durch eine bessere Akzeptanz der Früherkennungsprogramme könnte die Darmkrebssterblichkeit um bis zu 70% verringert werden! Wer die Freude und Erleichterung eines Patienten erlebt hat, dessen Krebs oder Krebsvorstufen rechtzeitig erkannt und geheilt wurden, weiß, wie segensreich eine Vorsorgeuntersuchung sein kann. Trotzdem gibt es viele Patienten, bei denen der Chirurg, oft zusammen mit dem Strahlentherapeuten, die Erkrankung behandeln muss. Andere Patienten bekommen nach der Operation eine Chemotherapie.

... mehr zu:
»Darmkrebs »Dickdarmkrebs


Kann ich mich vor Darmkrebs schützen? Kann ich ihn rechtzeitig erkennen? Gibt es neue Behandlungsmöglichkeiten? Zu diesen und anderen Themen ist am Mittwoch, dem 16.3.05 von 18.00 - 20.00 Uhr eine Experten-Hotline unter der Nummer 0381 / 492800 geschaltet. Sie können sich zu diesen Themen von erfahrenen Ärzten telefonisch beraten lassen. Die Veranstaltung wird geleitet von Prof. Stefan Liebe, Leiter der Abteilung Gastroenterologie der Klinik für Innere Medizin der Universität Rostock, und wird getragen von der Gastro-Liga, der Stiftung Lebensblicke, der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern und Ärzten der Medizinischen Fakultät der Universität Rostock.

Neben der telefonischen Beratung am Mittwoch besteht am Freitag, dem 18.3.05 von 17 - 19 Uhr die Möglichkeit, sich persönlich über Probleme der Krebsvorsorge zu informieren. Dafür stehen Mitarbeiter der Abteilung Gastroenterologie in den Räumen der Endoskopie in der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin, Ernst-Heydemann-Str. 6, 18057 Rostock, zur Verfügung. Sie können sich an diesem Tage über alles informieren, was mit der Durchführung einer solchen Vorsorge-Dickdarmspiegelung im Zusammenhang steht.

Dr.-Ing. Karl-Heinz Kutz | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-rostock.de

Weitere Berichte zu: Darmkrebs Dickdarmkrebs

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Wachablösung im Immunsystem: wie Dendritische Zellen ihre Bewaffnung an Mastzellen übergeben
16.11.2017 | Universitätsklinikum Magdeburg

nachricht Wie Lungenkrebs zur Entstehung von Lungenhochdruck führt
16.11.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Event News

Ecology Across Borders: International conference brings together 1,500 ecologists

15.11.2017 | Event News

Road into laboratory: Users discuss biaxial fatigue-testing for car and truck wheel

15.11.2017 | Event News

#Berlin5GWeek: The right network for Industry 4.0

30.10.2017 | Event News

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bakterien als Schrittmacher des Darms

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Ozeanversauerung schädigt Miesmuscheln im Frühstadium

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die gefrorenen Küsten der Arktis: Ein Lebensraum schmilzt davon

22.11.2017 | Geowissenschaften