Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Das ganze Spektrum der wichtigsten chinesischen Therapieformen

01.03.2005


Fachbereich Chinesische Medizin der Universität Witten/Herdecke vergrößert sein Angebot erheblich und verfügt jetzt über Ausbildungsgänge in allen relevanten Therapieformen



In ihrer über 2000-jährigen Entwicklung hat die Chinesische Medizin ein einfaches und doch sehr differenziertes diagnostisches Instrumentarium geschaffen. Von den therapeutischen Maßnahmen umfasst sie nicht nur die Akupunktur, sondern auch Arzneimittelverordnungen, Diätetik, Qi Gong und Manualtherapie (Tuina).

Der in Deutschland einzigartige Fachbereich Chinesische Medizin der Universität Witten/Herdecke hat sein Angebot jetzt noch einmal erweitert: "Wir haben einen zusätzlichen Ausbildungsstrang zum Thema chinesische Ernährungstherapie aufgebaut", erklärt Fachbereichsleiter Dr. med. Stefan Kirchhoff. Zusätzlich verfügt der Studiengang jetzt noch über einen Ausbildungsstrang in chinesischer manueller Therapie (Tuina) sowie über chinesische Bewegungsformen (Qi Gong).


"Damit hat sich das Volumen an Angeboten innerhalb eines Jahres verdoppelt", freut sich Kirchhoff. "Nun haben wir endlich das komplette Spektrum der wichtigsten chinesischen Therapieformen in unser Ausbildungsprogramm integriert." Der Vorteil für die Teilnehmer: Ausgehend von der gleichen Grundausbildung stehen ihnen nun noch mehr Wege einer Vertiefung und Spezialisierung offen als bisher. Für die neuen Ausbildungsstränge konnten eine Reihe neuer, renommierter Lehrbeauftragter gewonnen werden.

Die Fortbildung "Chinesische Diätetik" ermöglicht erstmalig auf universitärer Ebene eine umfassende Ausbildung in der Chinesischen Ernährungstherapie. Sowohl dem Akupunkteur als auch dem Arzneimitteltherapeuten verhilft sie zu einer essentiellen, leicht integrierbaren Erweiterung seiner therapeutischen Möglichkeiten in der Praxis. Aber auch bisher in der Chinesischen Medizin unerfahrene Therapeuten können in Zusammenhang mit den Basismodulen "Chinesische Medizin" eine neue therapeutische Dimension bei der Empfehlung von Nahrungsmitteln betreten.

"Tuina" ist als eine Art chinesische Manuelle Therapie ein wichtiger therapeutischer Bestandteil der Chinesischen Medizin. Tuina ist so alt wie die Chinesische Medizin selbst: Archäologische Funde aus der Zeit 2700 v.u.Z. aus dem Tal des Huang He deuten auf eine Nutzung von Massagetechniken hin. In den Jahrhunderten bis heute hat sich eine fein ausdifferenzierte Behandlungsmethodik entwickelt. Tuina wird heute vor allem bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, abdominellen und gynäkologischen Beschwerden bei Erwachsenen und weit gefächerten Indikationen bei Kindern mit großem Erfolg angewendet. Die erste Tuina Fortbildung an einer deutschen Universität beinhaltet gleichermaßen eine umfassende Ausbildung in Tuina als auch für Neueinsteiger in die Chinesische Medizin eine umfassende Vermittlung der Grundlagen Chinesischer Medizin.

"Qi Gong" ist nicht nur Teil der alten chinesischen Kultur und Lebensführung, sondern auch ein integraler Bestandteil der Chinesischen Medizin. Qi Gong ist ein Überbegriff für vielfältige Übungen, die entweder in Bewegung oder in Ruhe ausgeführt werden. Atmung, Vorstellungskraft und Körperhaltung spielen hierbei eine wichtige Rolle. Qi Gong ist eine innere Schulung. Den Übungen des Geistes und der Vorstellungskraft folgen das Qi, der Atem und die Körperbewegungen. Qi wird allgemein als Lebenskraftkonzept verstanden, Gong bedeutet soviel wie beharrliches Üben, Disziplin, Arbeit. Die Fortbildung "Qi Gong" vermittelt die Fähigkeit, gezielt mit der Lebenskraft Qi zu arbeiten, sie zu bewegen und zu bewahren. Die Erfahrung des eigenen Qi verbessert die Körperstruktur und vertieft die geistige Entspannung.

Allen Teilnehmern bietet diese Ausbildung die Möglichkeit, ihre diagnostischen und therapeutischen Fähigkeiten zu verbessern. Darüber hinaus erhalten sie ein hervorragendes "Handwerkszeug" zur Erhaltung der eigenen Energien und zur Prophylaxe von Erkrankungen bei sich selbst und ihren Patienten.

Die Ausbildung richtet sich an Ärzte und Medizinstudenten, aber auch an nichtärztliche Therapeuten wie Physiotherapeuten, Psychologen und Pflegewissenschaftler, die allein, oder gemeinsam in einem Netzwerk mit anderen Therapeuten der Chinesischen Medizin integrativ arbeiten wollen.

Kontakt: Dr. med. Stefan Kirchhoff, Tel.: 02302/926-705, -707 (Fax), E-Mail: tcm@uni-wh.de

Dr. Olaf Kaltenborn | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-wh.de
http://www.tcm-studium.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Innovative Antikörper für die Tumortherapie
20.02.2017 | Wilhelm Sander-Stiftung

nachricht Nervenschmerzen zukünftig wirksamer behandeln
20.02.2017 | Universität Zürich

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

Physikerinnen und Physiker diskutieren in Bremen über aktuelle Grenzen der Physik

21.02.2017 | Veranstaltungen

Kniffe mit Wirkung in der Biotechnik

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit den Betriebsräten Sozialpläne

21.02.2017 | Unternehmensmeldung

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zur Sprache gebracht: Und das intelligente Haus „hört zu“

21.02.2017 | Messenachrichten