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Endometriose - Frauenkrankheit ohne Lobby

01.03.2005


Experten informieren über neue Entwicklungen in Diagnose, Therapie und Nachsorge



Im Rahmen der Europäischen Endometriose-Woche vom 07. bis 13. März 2005 findet am 08. März 2005, dem Internationalen Tag der Frau, auf Initiative des Europäischen Endometriose-Informations-Centrums (EEIC) und des Zentrums für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Wolfgang Goethe Universität eine Informationsveranstaltung zum Thema "Chronischer Unterbauchschmerz - Endometriose- Frauenkrankheit ohne Lobby" statt. Unter der Leitung verschiedener Experten erfahren Betroffene und Interessierte Hintergründe zu Symptomen, Diagnosemöglichkeiten, Therapieansätzen und Nachsorge bei Endometriose.

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In Deutschland erkranken jährlich etwa 40.000 Frauen in ihren fruchtbaren Jahren an Endometriose, einer gutartigen, aber häufig äußerst schmerzhaften Krankheit, die das Leben einer Frau in Partnerschaft, Familie und Beruf beeinflusst und oftmals überschattet. Bei der Endometriose breitet sich gebärmutterähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter aus, was zu Entzündungen, Absiedelungen und Zysten führen kann. Endometriose stellt eine häufige Ursache für die gestörte Fruchtbarkeit bei jungen Frauen dar. Bei Frauen mit Fertilitätsproblemen findet sich bei der zur Abklärung durchgeführten Bauchspiegelung in über 50 Prozent der Fälle eine Endometriose; Frauen mit nachgewiesener Endometriose haben in über 50 Prozent der Fälle Probleme mit der Fruchtbarkeit.

"Die Krankheit führt ein Schattendasein. Oftmals vergehen Jahre bis bei betroffenen Frauen eine sichere Diagnose gestellt wird und sie damit einer wirksamen Therapie zugeführt werden können. Bis zu diesem Zeitpunkt haben die Patientinnen einen langen Weg mit chronischen Schmerzen, Erschöpfung und damit einhergehenden Schwierigkeiten bei der Bewältigung täglicher Aufgaben hinter sich", erklärt Dr. Stefan Kissler, Oberarzt der gynäkologischen Endokrinologie und Reproduktionsmedizin an der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der Universität Frankfurt.

Obwohl den Frauenärzten seit langem bekannt, haben sich erst in den letzten Jahren rasante Fortschritte auf dem Gebiet der Grundlagenforschung ergeben, die ein besseres Verständnis der Krankheit und damit neue Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten eröffnen. "Wir möchten im Rahmen der Europäischen Endometriose-Woche dazu beitragen, betroffene Frauen aufzuklären und ihr Schweigen zu brechen. Viele Frauen denken, Schmerzen vor und während der Menstruation sind naturgegeben - das muss nicht sein! Hier besteht leider noch ein klares Informationsdefizit, das wir mit einer Veranstaltung wie dieser gern beheben möchten", so Kissler. Die Veranstaltung, zu der Betroffene und Interessierte herzlich eingeladen sind, findet statt am:

Dienstag, 8. März 2005, um 18.00 Uhr bis 21.00 Uhr
Paul-Ehrlich-Hörsaal (gegenüber dem Zentralgebäude Haus 23)
Klinikum der J.W. Goethe-Universität, Campus Niederrad
Theodor- Stern- Kai 7, 60596 Frankfurt am Main

Die Referenten: Prof. Dr. Anna Starzinski-Powitz (Universität Frankfurt, Humangenetik in der Biologie), Prof. Dr. med. H.-R. Tinneberg (Universitäts-Frauenklinik Giessen, Vorsitzender des Europäischen-Endometriose Informations-Centrums e.V.), Dr. Stefan Kissler, (Universitäts-Frauenklinik Frankfurt), Doreen Jackisch, (Endometriose-Vereinigung Deutschland e.V., Leiterin der Beratungsstelle), Dr. med. Christiane Niehues (Median Klinik für Rehabilitation, Bad Salzuflen), Dr. Konstantin Manolopoulos (Universitäts-Frauenklinik Giessen), Dr. med. Hilde Kartes-Rohwer (Habichtswald-Klinik, Kassel-Wilhelmshöhe).

Für weitere Informationen:

Ricarda Wessinghage
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Frankfurt
Fon (0 69) 63 01 - 77 64
Fax (0 69) 63 01 - 8 32 22
E-Mail ricarda.wessinghage@kgu.de

Ricarda Wessinghage | idw
Weitere Informationen:
http://www.kgu.de

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