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Mittel gegen Krankenhaus-Bakterien MRSA gefunden

23.02.2005


Synthetisches Antibiotikum Lactonamycin wirkt



Philip Parson von der Universität Sussex hat mit dem synthetischen Antibiotikum Lactonamycin ein wirksames Mittel gegen das Krankenhaus-Killerbakterium Methicillin-resistenten-Staphylococcus-Aureus (MRSA) entdeckt, berichtet AlphaGalileo.

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MRSA sind Bakterien, die schwere Wundinfektionen oder Lungenentzündungen auslösen können. Besonders bedrohlich: Gegen diese Bakterien wirken die meisten Antibiotika nicht mehr und ihre Verbreitung in europäischen Kliniken nimmt dramatisch zu. Vor 15 Jahren war im Krankenhaus von den Keimen dieses Typs nur ein Prozent gegen die üblichen Antibiotika resistent. Heute sind es 20 Prozent, also jeder fünfte Keim. Parson: "Sauberkeit ist die wirksamste Methode gegen MRSA in Krankenhäusern. Aber wir brauchen trotzdem ein Antibiotikum, mit dem wir die Bakterien bekämpfen können, wenn sie auftreten."

"Wir wissen, dass Lactonamycin, ein natürliches Antibiotikum, MRSA vernichten kann", so Parson. Bisher stand Lactonamycin nicht für die medikamentöse Therapie zur Verfügung, was vor allem daran liegt, dass es neu entdeckt wurde und sehr vielschichtig ist. Parson: "Wir suchen nach einem einfachen Weg, um das Antibiotikum und seine Zusammensetzung künstlich herzustellen." Natürliche Antibiotika haben oft eine komplexe Molekularstruktur, weshalb die Synthetisierung schwierig ist. Bei der Synthetisierung werden normalerweise verschiedene Schritte benötigt. Parson hat eine "Einweg-Methode" entdeckt, bei der verschiedene Reaktionen auf einmal passieren. Diese Vorgangsweise wird Kaskadenreaktion genannt.

Die Suche nach neuen Antibiotika, die gegen Superviren wie MRSA wirksam sind, ist von höchster Bedeutung, da die sich die Anzahl der Infektionen, die sich Patienten in Krankenhäusern zuziehen, ständig erhöht. In Deutschland stecken sich jedes Jahr rund 35.000 Patienten in Krankenhäusern mit MRSA an, 1.500 sterben daran. Schon eine Berührung genügt für die Übertragung. Die meisten Keime werden durch Personal übertragen, das sich die Hände nicht richtig desinfiziert.

Sheila Moser | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.sussex.ac.uk
http://www.alphagalileo.org

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