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Bildübertragung steigert die Qualität der medizinischen Notfallversorgung

14.02.2005


Projekt Netzwerk Teleradiologie Südbaden garantiert - Zweitmeinung der Experten innerhalb von 15 Minuten

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»Teleradiologie

Schlaganfallpatienten und Unfallopfer mit Schädel-/Hirntrauma sind in Südbaden durch die teleradiologische Vernetzung umliegender Kliniken mit den Zentren der Schlaganfallversorgung und der Neurochirurgie am Universitätsklinikum Freiburg bestens versorgt. Dieses Fazit zog die Sozialministerin des Landes Baden-Württemberg, Tanja Gönner, heute bei ihrem Besuch am Universitätsklinikum Freiburg, bei dem das von ihrem Ministerium unterstützte "Netzwerk Teleradiologie in Südbaden" präsentiert wurde. Das Computernetzwerk garantiert den Patienten eine Therapieempfehlung von ausgewiesenen Experten des Universitätsklinikums innerhalb kürzester Zeit und vermindert damit die Wahrscheinlichkeit bleibender Schäden oder sichert gar das Überleben des einzelnen Notfall-Patienten.

Seit Mitte Juni 2004 sind die sechs Projektpartner, die Helios Kliniken Breisach und Müllheim, die Kliniken des Landkreises Lörrach GmbH, das Kreiskrankenhaus Emmendingen, das Klinikum Lahr und das Krankenhaus-Spitalfond Waldshut-Tiengen mit dem Universitätsklinikum Freiburg vernetzt. Von Anfang an wurde die teleradiologische Konsultation gut angenommen: Im Schnitt werden in jeder Woche 15 Fälle gemeinsam beraten. Bis heute sind von den Partnerkrankenhäusern über 23.000 Einzelbilder übertragen worden. Beim Teleradiologie-Projekt haben Ärzte und IT-Fachleute aus allen beteiligten Kliniken eng zusammengearbeitet. Die an den verschiedenen Standorten bereits vorhandenen Technologien wurden dabei sinnvoll genutzt. Die technische Grundlage des Projektes ist ein offener Ansatz auf Basis von Standards und etablierten Internet-Technologien. Das Computernetzwerk lässt sich daher problemlos als Baustein mit anderen Telemedizin-Projekten vernetzen und unterstützt damit die Bildkommunikation auch über regionale Projektnetze hinweg.


Das Projekt wird vom Sozialministerium des Landes Baden-Württemberg unterstützt und aus Mitteln der Landesstiftung im Rahmen der Zukunftsoffensive III finanziert. Neben dem Projekt Teleradiologie Südbaden unterstützt das Sozialministerium fünf weitere Regionen bei dem Aufbau eines teleradiologischen Netzwerks. Ziel ist es, die Kliniken landesweit miteinander zu vernetzen.

Das Potenzial telemedizinischer Anwendungen ist noch lange nicht ausgeschöpft. Das Universitätsklinikum Freiburg sieht darin auch eine Chance für eine bessere Verzahnung der Patientenversorgung über die verschiedenen Sektoren im Gesundheitswesen hinweg. "Die Kommunikation mit den Einweisern hat für uns oberste Priorität. Wenn sämtliche medizinisch relevanten Daten zeitnah allen Versorgern verfügbar gemacht werden, verbessert dies die Qualität der Versorgung und spart Kosten", so Udo Timmermann, Leiter des Klinikrechenzentrums. Die Werkzeuge der Technologie stünden heute zur Verfügung, sie müssten nun koordiniert werden, es seien Standards einzuführen und Prozesse zu definieren, die alle Beteiligten zusammenbringen, so der IT-Spezialist weiter.

Kontakt:

Udo Timmermann
Ernst Pelikan
Klinikrechenzentrum
Agnesenstr. 6 - 8
79106 Freiburg
Tel. 0761 / 270-2205 oder 270-2277
Fax 0761 / 270-2066
udo.timmermann@uniklinik-freiburg.de
ernst.pelikan@uniklinik-freiburg.de

Dr. Ulrich Hubbe
Neurochirurgische Universitätsklinik
Abteilung Allgemeine Neurochirurgie
Breisacher Straße 64
79106 Freiburg
Tel. 0761 / 270-5001
Fax 0761 / 270-5024
hubbe@nz.ukl.uni-freiburg.de

PD Dr. Andreas Hetzel
Neurologische Universitätsklinik
Abteilung Neurophysiologie
Breisacher Straße 64
79106 Freiburg
Tel. 0761 / 270-5309
Fax 0761 / 270-5310
hetzel@nz.ukl.uni-freiburg.de

Rudolf-Werner Dreier | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-freiburg.de/

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