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Impfstoff gegen Blutkrebs erzielt gute Ergebnisse

07.02.2005


Entscheidende Myelomzellen werden direkt angegriffen



Ein Impfstoff gegen Blutkrebs könnte schon bald Wirklichkeit werden. Wissenschafter des National Cancer Institute haben in den vergangenen vier Jahren Tests mit Patienten durchgeführt und viel versprechende Ergebnisse erzielt. Zum Einsatz kommt speziell behandeltes Material aus dem Krebs des Patienten, um das Immunsystem des Körpers dazu zu motivieren Myelomzellen zu erkennen und anzugreifen. Der Impfstoff kann problemlos gesunden Menschen verabreicht werden, die ihr Knochenmark für die Behandlung von Patienten mit der Kahler-Krankheit spenden. Der leitende Wissenschafter Michael Bishop erklärte, dass so bei einer konventionellen Knochenmarkstransplantation ein neues gesundes Immunsystem übertragen wird, das entsprechend reagieren kann.



Ein Myelom entsteht aus Plasmazellen im Knochenmark, die Antikörper zur Bekämpfung von Infektionen bilden. Entwickelt eine einzelne Plasmazelle einen Defekt und vermehrt sich unkontrolliert, entstehen große Mengen einer einzelnen Art von Antikörpern. Auch mit einer Chemotherapie und einer Knochenmarksübertragung liegt die Lebenserwartung von Betroffenen derzeit bei nur zwei bis vier Jahren. Aus diesem Grund sind neue Behandlungsansätze dringend erforderlich. Eine Transplantation könne jedoch auch ein vergleichsweise willkürliches Vorgehen bedeuten. Verabreicht man den Impfstoff dem Spender, kann gezielt eine Immunität gegen Krebs aufgebaut werden. "Die transplantierten Knochenmarkszellen verfügen so über eine entsprechende "Erinnerung" und reagieren entsprechend."

Frühere Forschungen hatten laut BBC bereits gezeigt, dass die Verabreichung des Impfstoffes das Immunsystem der Patienten verbessert. Laut Bishop sei die umstrittene Idee der Impfung der gesunden Spender mit keinen Risiken verbunden. "Das Protein im Impfstoff basiert auf einem Nebenprodukt des Krebses. Es kann keine Erkrankung verursachen. Es bestehen keine anderen Risiken als bei jeder anderen Impfung." Der entscheidende Vorteil dieses Behandlungsansatzes bestehe darin, dass nur die Myelomzellen angegriffen würden und gesunde Zellen keinen Schaden nähmen. Es sei vorstellbar, dass auch andere vergleichbare Erkrankungen wie einzelne Lymphomformen ebenfalls mittels dieses Ansatzes behandelt werden können.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.nci.nih.gov

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