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Neues Anabolikum bei Urintests nicht nachweisbar

02.02.2005


Bisher nicht von Sportlern angewendet



Wissenschaftler der World Anti-Doping Agency (WADA) haben ein neues Designer-Anabolikum entdeckt. Es wurde so kreiert, dass es bei Drogentests nicht feststellbar ist, berichtet der Guardian. "Anabolikaproduzent" Victor Conte hatte nach seiner Verhaftung im vergangenen Jahr prophezeit, dass es bald so ein Mittel geben werde.

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Conte hatte das erste Designer-Anabolikum überhaupt kreiert, das Tetrahydrogestrinon (THG). Das neue Anabolikum wird Desoxymethyltestosteron, kurz DMT genannt. Es hat auf den Körper eine ähnliche Wirkung wie das männliche Hormon Testosteron. Es fördert Kraft, Muskelmasse und Ausdauer. "Nach THG ist DMT das zweite Designer-Steroid, das wir entdeckt haben. Es wurde nur zum Dopingzweck kreiert", so Olivier Rabin, Direktor von WADA. Die Wissenschaftler von WADA wurden durch ein anonymes E-Mail auf die Existenz von DMT aufmerksam gemacht - genau wie bei THG. Da es derart frühzeitig entdeckt wurde, kam bisher noch kein Sportler mit ihm in Kontakt, wie es auch bei THG der Fall gewesen ist.

Das neue Anabolikum hat die komplexeste Substanz, die je von Wissenschaftlern entdeckt wurde. Es ist schon viel weiterentwickelt als sein Vorgänger THG. "THG war eine einfache Abänderung von Gestrinon, aber DMT wurde auf eine so raffinierte Art hergestellt, wie wir es noch nie zuvor gesehen haben," so Christiane Ayotte, Laborchefin bei WADA. Da sich DMT sehr lange in der Leber aufhalte und sich nicht abbaue, sei es sehr gesundheitsschädlich. Ayotte: "Die Designer haben gefährliche Chemikalien benutzt. Sie sind giftig und leicht entflammbar, wenn sie der Luft ausgesetzt werden." Die Quelle von derartigen Designerdrogen haben ihren Ursprung höchstwahrscheinlich in China oder Indien. Das FBI hatte bei seinen Ermittlungen bei Conte Beweise gefunden, dass THG seinen Ursprung in einem Labor in Hangzhou, China, gehabt hatte. Bei DMT wird es ähnlich gewesen sein.

Sheila Moser | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.wada-ama.org/en
http://sport.guardian.co.uk

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