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Hormonersatztherapie zur Behandlung von Prostatakrebs

31.01.2005


HRT hilft die Schwächung der Knochen zu stoppen



Wissenschafter des Hammersmith Hospitals NHS Trust und des Imperial College London haben nachgewiesen, dass nicht nur die Nebenwirkungen von Prostatakrebs mittels Hormonersatztherapie (HRT) behandelt werden können. Das Team hatte bereits in der Vergangenheit erfolgreich HRT-Pflaster bei fortgeschrittenem Prostatakrebs eingesetzt. Jetzt zeigten die Forscher, dass HRT hilft, die Schwächung der Knochen zu stoppen. Die Behandlung gegen Prostatakrebs beinhaltet häufig die Unterdrückung von Testosteron, die ihrerseits zu Osteoporose führen kann. Osteoporose kommt traditionell häufiger bei Frauen vor. Bei Prostatakrebspatienten, die lange mit dieser Krankheit leben, ist Osteoporose jedoch laut BBC im Ansteigen begriffen.



Die Wissenschafter wiesen bei 20 Teilenehmern nach, dass der Einsatz von HRT-Pflastern die Knochendichte innerhalb eines Jahres durchschnittlich um mehr als drei Prozent erhöhte. Zusätzlich verkleinerten sich die Tumore, da die Verabreichung des weiblichen Hormons Östrogen Testosteronproduktion blockierte. Testosteron selbst kann das Wachstum von Krebszellen fördern. Der leitende Wissenschafter Paul Abel erklärte, dass bei der konventionellen Behandlung von Prostatakrebs im ersten Jahr bis zu zehn Prozent der Knochenmasse verloren gehen. "Für die Dauer der Behandlung schreitet auch der Verlust der Knochenmasse weiter voran und erhöht sich das Risiko von Knochenbrüchen dementsprechend." Er erklärte, dass der Einsatz der Hormonersatztherapie für diese Patienten von Vorteil sei. Der Einsatz von HRT-Pflastern kann zu einem Wachstum der Brust führen. Das Team geht jedoch davon aus, dass die Vorteile der Behandlung überwiegen. Derzeit wird mit Unterstützung des Medical Research Council an der Finanzierung einer größer angelegten Studie gearbeitet.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.hhnt.org
http://www.ic.ac.uk

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