Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Flächendeckende Versorgung von Schlaganfallpatienten im Saarland

28.01.2005


Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft fordert dies auch für andere Bundesländer



Als erstes Bundesland hat das Saarland eine flächendeckende Versorgung von Schlaganfallpatienten mit zertifizierten Stroke Units. Dadurch wird sichergestellt, dass saarländische Schlaganfallpatienten aus jeder Region innerhalb kürzester Zeit in die Spezialeinrichtungen eingeliefert werden können. Stroke Units ermöglichen eine bestmögliche Versorgung der Schlaganfallpatienten. Deshalb fordert die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft die flächendeckende Versorgung in allen Bundesländern nach saarländischem Beispiel.

... mehr zu:
»Schlaganfallpatient


Das dichte Stroke Unit Netz ermöglicht den Notärzten kurze Anfahrtswege, egal aus welcher Region. Auch die Kommunikation untereinander ist vorbildlich: Falls eine Stroke Unit überfüllt sein sollte, gibt es verbindliche Regelungen, welche Stroke Unit dann alternativ angefahren werden kann. Notärzte und Rettungsdienst werden darüber fortlaufend informiert. Politische Unterstützung erhält dieses Projekt vom Ministerium für Frauen, Arbeit, Gesundheit und Soziales des Saarlandes. Das Ministerium befürwortet explizit eine vorrangige Behandlung der Betroffenen auf Stroke Units.

Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft setzt sich für die Verbesserung der Schlaganfall-Versorgung in ganz Deutschland ein. Sie fordert die Einrichtung weiterer zertifizierter Stroke Units, um auch in anderen Bundesländern eine flächendeckende Versorgung zu gewährleisten. Hierfür müssen Krankenhäuser entsprechende Voraussetzungen schaffen, damit eine Zertifizierung erlangt werden kann. Nur so können Schlaganfallpatienten von Anfang an optimal behandelt werden. Denn dadurch steigen die Überlebens- und Heilungschancen deutlich. "Die Qualität der Erstbehandlung entscheidet über das weitere Schicksal des Schlaganfall Patienten", betont Professor Dr. med. Martin Grond, Vorstandsmitglied der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und Chefarzt der Neurologie am Kreiskrankenhaus Siegen. Stroke Units verfügen über die personelle, apparative und strukturelle Ausstattung, mit denen Schlaganfallpatienten optimal behandelt werden können. Nur wer diese Voraussetzungen erfüllt, wird von der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft in Kooperation mit der Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe zertifiziert.

Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft wurde im Dezember 2001 gegründet. Ihr Ziel ist es, die Forschung und Weiterbildung zur Behandlung des Schlaganfalls zu koordinieren, zu qualifizieren und zu fördern. Mit ihren Aktivitäten spricht die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft Ärzte aller Fachrichtungen und Leistungserbringer im Gesundheitswesen an, die in die Versorgung von Schlaganfall-Patienten eingebunden sind.

Kontakt für Rückfragen:

Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft
Pressestelle
Silke Jakobi
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Tel: 0711 8931 163
Fax: 0711 89 31 167
E-Mail: info@medizinkommunikation.org

| idw
Weitere Informationen:
http://www.dsg-info.de

Weitere Berichte zu: Schlaganfallpatient

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neuer Ansatz gegen Gastritis
10.08.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

nachricht Wenn Schimmelpilze das Auge zerstören
10.08.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Im Focus: Wissenschaftler beleuchten den „anderen Hochtemperatur-Supraleiter“

Eine von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) geleitete Studie zeigt, dass Supraleitung und Ladungsdichtewellen in Verbindungen der wenig untersuchten Familie der Bismutate koexistieren können.

Diese Beobachtung eröffnet neue Perspektiven für ein vertieftes Verständnis des Phänomens der Hochtemperatur-Supraleitung, ein Thema, welches die Forschung der...

Im Focus: Tests der Quantenmechanik mit massiven Teilchen

Quantenmechanische Teilchen können sich wie Wellen verhalten und mehrere Wege gleichzeitig nehmen, um an ihr Ziel zu gelangen. Dieses Prinzip basiert auf Borns Regel, einem Grundpfeiler der Quantenmechanik; eine mögliche Abweichung hätte weitreichende Folgen und könnte ein Indikator für neue Phänomene in der Physik sein. WissenschafterInnen der Universität Wien und Tel Aviv haben nun diese Regel explizit mit Materiewellen überprüft, indem sie massive Teilchen an einer Kombination aus Einzel-, Doppel- und Dreifachspalten interferierten. Die Analyse bestätigt den Formalismus der etablierten Quantenmechanik und wurde im Journal "Science Advances" publiziert.

Die Quantenmechanik beschreibt sehr erfolgreich das Verhalten von Partikeln auf den kleinsten Masse- und Längenskalen. Die offensichtliche Unvereinbarkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

Anbausysteme im Wandel: Europäische Ackerbaubetriebe müssen sich anpassen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Einblicke in die Welt der Trypanosomen

16.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Maschinensteuerung an Anwender: Intelligentes System für mobile Endgeräte in der Fertigung

16.08.2017 | Informationstechnologie

Komfortable Software für die Genomanalyse

16.08.2017 | Informationstechnologie