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Jährlich 78.000 Kinder im Krankenhaus wegen "Erkältung"

19.01.2005


PID-ARI.net auf der Spur von Deutschlands Krankmacher Nr. 1


Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit füllen sich im Herbst und Winter die Kinderstationen der Krankenhäuser mit kleinen Patienten, die unter Bronchitis, Atemnot, Lungenentzündung oder anderen schweren Begleiterscheinungen einer Atemwegsinfektion leiden. Schätzungsweise 78.000 Kinder müssen laut Forschungsnetzwerk PID-ARI.net jedes Jahr in Deutschland ins Krankenhaus wegen schwerer "Erkältung" oder - wie Fachleute sagen - tiefer Atemwegsinfektion. Die Medizin hat heute zwar gute Möglichkeiten zu helfen, meist werden jedoch "blind" die Symptome behandelt. Erreger, Infektionswege und mögliche Vorbeugungsmaßnahmen bleiben unbekannt. PID-ARI.net möchte das ändern und sucht dafür weitere Geldgeber.

Seit 1996 sind die Wissenschaftler des Netzwerkes PID-ARI.net den Übeltätern auf der Spur. Mit einem weltweit einzigartigen Test können sie heute alle bekannten "Erkältungs"-Erreger aufspüren, insgesamt 19. Geschaut wird nur nach Viren und Bakterien, die nicht ständige "Untermieter" in unseren Atemwegen sind. Wird also einer der 19 Erreger nachgewiesen, macht er auch krank. Zu rund 70% verursachen Viren die Infektionen, Antibiotika helfen daher nur selten.


Häufigste Verursacher schwerer Atemwegsinfektionen in Deutschland nach Ergebnissen von PID-ARI.net sind:

  • RS-Viren (respiratory syncytial virus),
  • Rhinoviren,
  • humane Metapneumoviren,
  • Influenza-A-Viren und
  • Parainfluenzaviren.

Viele Viren bilden die "Grippewelle"
Welche Erreger aktuell aktiv sind, wird das ganze Jahr über mindestens wöchentlich auf der Website www.pid-ari.net veröffentlicht. Für 9 Erreger hat das Forschungsnetzwerk bereits Daten aus 8 Jahren. Neben der echten Virusgrippe (Influenza) tragen noch mehrere andere Erreger zur jährlichen Erkältungswelle bei. PID-ARI.net kann für einige dieser Erreger, wie z.B. RSV, schon heute recht genau vorhersagen, wann die nächste Infektionswelle zu erwarten ist. Besonders gefährdete Kinder können dadurch besser geschützt werden. Seine Ergebnisse helfen auch, vorhandene und zukünftige Impfstoffe optimal einzusetzen.

Gelder gesucht

PID-ARI.net erforscht die häufigste Krankheit, an der Menschen überhaupt erkranken. Jede neue Erkenntnis kommt praktisch der gesamten Bevölkerung zugute. Das Netzwerk wird bis zum Frühjahr 2005 durch das Bundesforschungsministerium finanziert. Es kann seine Arbeit aber nur fortsetzen, wenn es weitere öffentliche und private Sponsoren findet. Interessenten können sich wenden an:

Netzwerkkoordinator
Dr. Josef Weigl
Pädiatrische Infektiologie, Kinderklinik
Schwanenweg 20
24105 Kiel
Tel.: 0431- 5971678
Fax: 0431-597 1680
weigl@pediatrics.uni-kiel.de

Netzwerksprecher
Prof. Dr. Heinz-J. Schmitt
Pädiatrische Infektiologie Kinderklinik
Langenbeckstr. 1
55101 Mainz
Tel. 06131-175033
Fax: 06131-175662
HJSchmit@mail.uni-mainz.de

Petra Giegerich | idw
Weitere Informationen:
http://www.pid-ari.net

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