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Zusammenhang Multiple Sklerose und Hormone erforscht

17.01.2005


Östrogen und Testosteron spielen entscheidende Rolle



Anormale Hormonwerte könnten eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Multipler Sklerose spielen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Universität La Sapienza http://www.uniroma1.it gekommen. Die Wissenschafter untersuchten die Hormonwerte von 25 Männern und 35 Frauen mit Multipler Sklerose sowie von 36 gesunden Personen. Frauen mit niedrigen Testosteronwerten wiesen eine größere Schädigung des Gehirngewebes auf. Bei erkrankten und gesunden Männern konnte kein Unterschied bei den Testosteronwerten festgestellt werden. Die Ergebnisse der Studie wurden im Journal of Neurology, Neurosurgery and Psychiatry http://jnnp.bmjjournals.com veröffentlicht.

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Es ist bekannt, dass doppelt so viele Frauen wie Männer an Multipler Sklerose erkranken. Während der Schwangerschaft ist die Krankheit deutlich weniger ausgeprägt. Das legt nahe, dass Hormone bei ihrem Verlauf eine Rolle spielen. Für die aktuelle Studie verglichen die Forscher unter der Leitung von Carlo Pozzilli die Werte einer Reihe von Hormonen. Die Teilnehmer waren durchschnittlich 32 Jahre alt. Die MS-Patienten litten durchschnittlich seit sechs Jahren an der wiederkehrenden Form der Erkrankung. Die Frauen wurden während beider Phasen des menstrualen Zyklus getestet, um Hormonschwankungen gerecht zu werden. Keine der Frauen nahm die Pille. Alle verfügten über einen normalen Zyklus. Von allen Teilnehmern wurden MRI-Scans erstellt, um Gehirnbereiche mit Gewebeschäden und Entzündungen sichtbar zu machen.

Es zeigte sich, dass Frauen mit MS während ihres gesamten Zyklus über geringere Mengen des männlichen Hormons Testosteron verfügten als gesunde. Die MS-Gruppe wies ebenfalls mehr Läsionen auf, die durch die Entzündung während der rezidiven Phase der Erkrankung verursacht werden. Es gab innerhalb dieser Gruppe einige Frauen mit vergleichsweise hohen Testosteronwerten. Diese Frauen zeigten eher Anzeichen von irreversiblen Gewebeschäden, die eher in der Phase auftreten, in der das Gewebe nicht entzündet ist. Die Männer mit den höchsten Werten des weiblichen Hormons Östradiol litten unter den größten Schädigungen des Gehirngewebes. Keines der anderen untersuchten Hormone schien, laut BBC, einen Einfluss auf die Ergebnisse zu haben.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.uniroma1.it
http://jnnp.bmjjournals.com

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