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Die Möglichkeiten von Schwämmen ausschöpfen

11.01.2005


Es wurde nachgewiesen, dass marine Organismen wie Schwämme über ein bedeutendes pharmazeutisches Potenzial verfügen. Eine systematische Untersuchung und Nutzung wird jedoch durch begrenzte Verfügbarkeit und ökologische Bedenken behindert. Das NOMATEC-Projekt strebte an, unschädliche Technologien zu entwickeln, die eine umweltverträgliche Nutzung und den Schutz der marinen Spezies des Mittelmeeres erleichtern.



Im Rahmen der NOMATEC-Forschungen wurde die ERCON-Technologie (Electrochemical Reef Construction) entwickelt. ERCON wird verwendet, um die Züchtung von substratabhängigen Arten wie Schwämmen, Korallen und Algen zu erleichtern.

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»ERCON


Die vielseitige Anwendbarkeit von Schwämmen in der pharmazeutischen sowie Gesundheits-/Kosmetikindustrie machen Techniken der marinen Aquakultur wie ERCON besonders wichtig. Umfangreichere Untersuchungen des Potenzials von Schwämmen und die Identifizierung von pharmazeutisch relevanten Bestandteilen können ohne angemessene Materialversorgung nicht verwirklicht werden. Die ERCON-Technologie trägt bedeutend dazu bei, dieses Problem zu lösen, und kann von Unternehmen weiter verwertet werden, die in der Produktion und Vermarktung von Naturprodukten aus dem Meer tätig sind.

Nach Angaben der NOMATEC-Forscher kann ERCON auch dahingehend angewandt werden, küstennahe Riffstrukturen als Teil eines Plans zur Küstensanierung im Mittelmeer zu entwickeln. Darüber hinaus kann ERCON speziell für die Wiederansiedlung von Posidonia-Seegrassflächen im Mittelmeer verwendet werden.

Die ERCON-Technologie wurde im Rahmen eines größeren Projekts entwickelt, das sich zum Ziel gesetzt hat, umweltfreundliche Methoden der marinen Aquakultur zu finden. Die Anwendungsmöglichkeiten der Technologie sind zahlreich und könnten sowohl für die pharmazeutische Industrie als auch für das ökologische Gleichgewicht der europäischen Fischereigewässer und Ökosysteme von Nutzen sein.

Kontakt:

Jelka Müller
Universität Duisburg-Essen
Universitatsstr. 5
45117 Essen
Tel: +49-201-1833890
Fax: +49-201-1833872
Email: jelka.mueller@uni-essen.de

Jelka Müller | ctm
Weitere Informationen:
http://www.uni-essen.de/hydrobiologie

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