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Sperma-Magnet soll Unfruchtbaren helfen

11.01.2005


Spermamagnet soll bei In-Vitro-Fertilisation die Chance auf gute Samenqualität erhöhen.


Innovatives System als Hilfe bei in-vitro-Fertilisation

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Eine Sperma-Sortiermaschine, die beschädigte Spermien effektiv aussortiert, soll in Zukunft die Erfolge einer in-vitro-Fertilisation deutlich verbessern und zudem noch Kinderkrebserkrankungen vorbeugen. Das neuartige System ist von australischen Forschern der University of Newcastle und dem kommerziellen Partner Life Therapeutics of Sydney entwickelt worden, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist.

John Aitken und Chris Ainsworth haben zur Sicherung der Spermaqualität ein mechanisch arbeitendes Filtersystem entwickelt. Dieses System soll vor allem älteren Vätern, starken Rauchern oder Männern, die gefährlichen chemischen Substanzen oder Umweltgiften ausgesetzt waren, zu Hilfe kommen. Das Sortiersystem basiert auf dem Prinzip, dass Spermien mit den am stärksten negativ geladenen Membranen die wenigsten DNA-Fehler aufweisen. Warum dies so ist, darüber sind sich die Forscher nicht ganz einig. Aiken nimmt an, dass diese Spermien auf dem natürlichsten Weg gereift sind.


Die Sortierbox ist etwas kleiner als eine Schuhschachtel und mit zwei Kammern und einem Polykarbonat-Filter mit Poren, die fünf Mikrometer Durchmesser haben, versehen. Dadurch sollen eventuelle Verunreinigungen wie weiße Blutkörperchen hängen bleiben. Spermaproben werden in die obere Kammer eingefüllt und für rund fünf Minuten unter Strom gesetzt. Dadurch sollen die negativ geladenen Spermien dazu gebracht werden in die zweite Kammer zu wandern. In ersten Tests konnten die Forscher bereits zeigen, dass nach dem Filtern deutlich weniger DNA geschädigte Spermien übrig waren.

Bisher wurden Spermaproben in Zentrifugen für 45 Minuten beschleunigt. Das nahm vor allem in einer Klinik, in der zahlreiche Untersuchungen durchgeführt wurden, zu viel Zeit in Anspruch. Zusätzlich dazu konnte dabei keine Garantie abgegeben werden, dass Spermien mit beschädigter DNA damit ausgesondert werden konnten. Die Mediziner suchten zusätzlich noch nach jenen Samenzellen, die am gesündesten aussehen, also jenen mit regelmäßigem ovalen Kopf.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.newcastle.edu.au

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