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Untersuchung stationärer Behandlung in Verbindung mit Essstörungen

05.01.2005


Es gibt immer noch offene Fragen zur Verbindung zwischen der stationären Behandlung junger, fettleibiger Menschen und dem Ausbrechen von Magersucht (Anorexia Nervosa - AN) oder Bulimie (Bulimia Nervosa - BN) bzw. der Esssucht (Binge Eating Disorder - BED). Es gibt Daten, die den Zusammenhang zwischen selbst durchgeführten Diäten und Essstörungen belegen. Doch nur wenig ist über die Auswirkungen von Behandlungen in Einrichtungen zum Gewichtsverlust bekannt.



Im Rahmen des Healthy-E-Projekts wurde eine Vielzahl umfeldbedingter, genetischer und sozialer Faktoren und ihr Einfluss auf gesundes Essen untersucht. Die Auswirkung stationärer Behandlungen auf das Ausbrechen von Essstörungen war ein Aspekt, der im Rahmen dieses Projekts betrachtet wurde.

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Die Daten lassen keinen Rückschluss auf die stationäre Behandlung zum Gewichtsverlust zu und zeigen kein deutlich vermehrtes Auftreten von Essstörungen. Die Patienten wurden von der Aufnahme bis einschließlich drei Monate nach Verlassen der Einrichtung beobachtet. Der Zeitraum von drei Monaten ist der kritischste im Hinblick auf das Ausbrechen einer Essstörung. Im Laufe der Untersuchung konnte während dieser drei Monate kein Auftreten einer Essstörung festgestellt werden.

Die Wissenschaftler konzentrierten sich auch auf die Rolle des Geschlechtes, um die vor allem unter jungen Menschen mit Essstörungen verbundenen Faktoren noch genauer zu erforschen. Die Ergebnisse zeigten, dass es nur sehr wenige geschlechtsspezifische Unterschiede bezüglich der Persönlichkeit und der psychologischen Eigenschaften gibt. Männliche Personen mit Essstörungen sind weniger anfällig für Schlankheitswahn, Impulsregulierungen und körperliche Unzufriedenheit. Jedoch sind männliche Personen im Gegensatz zu weiblichen anfälliger für prämorbide Fettleibigkeit.

Die erzielten Ergebnisse erweitern die Kenntnisse zum komplexen Zusammenspiel der Faktoren, die - vor allem bei der jugendlichen Bevölkerung Europas - das gesunde Essen und das Ausbrechen von Essstörungen beeinflussen.

Prof. David Collier | ctm
Weitere Informationen:
http://www.iop.kcl.ac.uk

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