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Akupunktur bei Osteoarthrose und Nackenschmerzen wirksam

21.12.2004


Einsatz der Nadeln nicht allein entscheidend



Eine Studie des US-National Institutes of Health ist zu dem Ergebnis gekommen, dass Akupunktur bei Osteoarthrose eine effektive Ergänzung der Standardbehandlung ist. Akupunkturpatienten erreichten eine Verringerung des Schmerzes von 40 Prozent und eine fast gleich große Verbesserung der Kniefunktion. Die Ergebnisse der Studie, an der 570 Patienten teilnahmen, wurden in den Annals of Internal Medicine veröffentlicht. Eine weitere Studie, die ebenfalls in den Annals of Internal Medicine publiziert wurde, lieferte Hinweise darauf, dass Akupunktur und Scheinakupunktur Schmerzen im Nacken zu verringern scheinen.



Die Teilnehmer wurden entweder mit Akupunktur, Scheinakupunktur oder einer Anleitung zur Selbsthilfe zusätzlich zur Standardbehandlung mit Medikamenten versorgt. Bei der Scheinakupunktur wird verhindert, dass Patienten wissen, ob Nadeln tatsächlich an Behandlungspunkten eingesetzt werden. Der Wissenschafter Stephen Strauss erklärte laut BBC, dass erstmals ein klinischer Versuch mit der notwendigen Exaktheit, Größe und Dauer gezeigt habe, dass Akupunktur Schmerzen und Funktionseinschränkungen bei einer Osteoarthrose des Knies verringere. Nach acht Wochen zeigte die Akupunkturgruppe deutliche Verbesserungen in der Kniefunktion. Nach 14 Wochen waren ihre Schmerzwerte im Vergleich mit der Scheinakupunktur- und der Selbsthilfegruppe deutlich gesunken.

Wissenschafter der University of Southampton verglichen echte und Scheinakupunkturbehandlungen des gleichen Therapeuten bei 124 Patienten mit chronischen Nackenschmerzen. Die Teilnehmer an der Studie waren zwischen 18 und 80 Jahren alt. Über einen Zeitraum von zwölf Wochen berichteten beide Gruppen von einer Verringerung der Schmerzen um mehr als 60 Prozent. Der Wissenschafter George Lewith erklärte, dass der Großteil der erreichten Verbesserung nicht auf den Einsatz der Nadeln selbst, sondern vorwiegend auf sehr wirksame aber derzeit nicht näher erforschte Bereiche der Behandlung zurückzuführen sei.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.nih.gov
http://www.annals.org
http://www.soton.ac.uk

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