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Polymeal soll Herzanfallrisiko drastisch verringern

17.12.2004


Optimale Ernährung als Alternative zu Medikamenten



Regelmäßig das so genannte Polymeal einzunehmen, das aus Zutaten besteht, die die Gesundheit von Herz und Blutgefäßen unterstützen, soll das Risiko einer kardiovaskulären Erkrankung um mehr als zwei Drittel verringern. Das Polymeal besteht aus Fisch, Knoblauch, Mandeln, Obst, Früchten, dunkler Schokolade und einem Glas Wein. Ein Team unter der Leitung von Oscar Franco vom Erasmus MC nennt das Polymeal eine gute Alternative zur Polypill. Dieses aus sechs Medikamenten bestehende Wundermittel wurde 2003 zur Prävention empfohlen. Sie soll das Risiko eines Herzinfarkts oder eines Schlaganfalls nach dem 55. Lebensjahr um 80 Prozent verringern. Die Ergebnisse der Studie wurden in British Medical Journalveröffentlicht.

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Laut Franco kann man Krankheiten nicht nur durch Medikamente verhindern. Der Wissenschafter geht davon aus, dass das Polymeal, eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und das Nichtrauchen ernsthafte Alternativen sein können. Nicholas Wald vom Wolfson Institute of Preventive Medicine, der führend an der Entwicklung der Polypill mitgearbeitet hat, zeigte sich gegenüber NewScientist skeptisch und äußerte sich entsprechend kritisch. Sinnvoll seien lediglich Hinweise auf die Vorteile einer Ernährung mit Gemüse und Früchten.

Die Bestandteile des Polymeal wurden durch die Analyse wissenschaftlicher Literatur entwickelt. Anschließend wurden mathematische Modelle zur Analyse der Auswirkungen der Ernährung mit bestimmten Lebensmitteln erstellt. Diese Modelle beruhten auf der Framingham Studie, die in Massachusetts eine Gruppe von Menschen 46 Jahre lang begleitete. Die Ergebnisse legten nahe, dass das Polymeal das Auftreten kardiovaskulärer Erkrankungen wie Herzanfälle um 76 Prozent verringern könnte. Männer könnten so ihre allgemeine Lebenserwartung um 6,6 Jahre, Frauen um 4,8 Jahre erhöhen.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.erasmusmc.nl/content/englishindex.htm
http://bmj.bmjjournals.com/current.shtml
http://www.mds.qmw.ac.uk/wolfson

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