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Papillomavirus unter sexuell aktiver weiblicher Bevölkerung weit verbreitet

16.12.2004


Erhöhtes Risiko für Gebärmutterhalskrebs


Vier von fünf sexuell aktiven jungen Frauen in den USA sind mit dem Papillomavirus infiziert, einem Virus, der mit Gebärmutterhalskrebs und Feuchtwarzen in Zusammenhang steht. Darron R. Brown und seine Kollegen von der Indiana University School of Medicine untersuchten 60 junge Frauen im Alter zwischen 14 und 17. Die Auswirkungen der sexuell übertragenen Infektion reichen von einer symptomlosen Trägerschaft des Virus über Feuchtwarzen bis zu Gebärmutterhalskrebs. In der aktuellen Studie waren 95 Prozent der Probanden sexuell aktiv: Sie hatten durchschnittlich zwei Sexualpartner. 85 Prozent waren Afro-Amerikanerinnen, elf Prozent waren weiße Frauen und drei Prozent waren Lateinamerikanerinnen.

49 der 60 Teilnehmerinnen wurden positiv auf eine HPV-Infektion getestet. Viele der jungen Frauen waren aber nicht nur mit einem, sondern mit mehreren HBV-Typen infiziert. Die durchschnittliche Zahl an Typen pro Proband war fünf. Unter den verschiedenen Typen waren jene erblich verbreitet, die mit einem erhöhten Risiko für Gebärmutterhalskrebs in Verbindung stehen: 39 Prozent der Abstriche wurden als Hochrisikotypen und 20 Prozent als Typen mit niedrigem Risiko klassifiziert.


Brown und seine Kollegen stellten die Hypothese auf, dass die hohe kumulative Verbreitung der HPV-Infektionen in ihrer Studie in erster Linie auf die hohe Zahl an Abstrichen zurückzuführen ist, die von jeder Teilnehmerin entnommen wurden. Viele der Infektionen waren nur für wenige Wochen nachweisbar und wären vermutlich übersehen worden, wenn die Intervalle zwischen den Abstrichen größer gewesen wären. Sie rechneten die hohe Verbreitung auch der Verwendung einer speziellen Untersuchungsmethode zu, die mehr HPV-Typen erkennt als andere Tests, sowie der potenziellen Gefährdung der speziellen Untersuchungspopulation.

Die Studie bestätigt frühere Erkenntnisse, dass HPV-Infektionen bei sexuell aktiven jungen Frauen verbreitet sind. "Wir hoffen, dass unsere Forschungsergebnisse zu einem besseren Verständnis der HPV-Infektion in dieser Bevölkerungsgruppe beitragen", so Brown. Er hofft auf die Entwicklung wirksamer Methoden, um die Infektion bei heranwachsenden Frauen zu vermeiden.

Marietta Gross | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.medicine.iu.edu

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