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Auch Väter vererben Ekzeme

13.12.2004


Auftrittswahrscheinlichkeit unabhängig von väterlicher oder mütterlicher Seite



Die Wahrscheinlichkeit der Vererbung eines Ekzems durch den Vater ist so hoch wie eine Vererbung durch die Mutter. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Children of the 90s" der Bristol University. Bisher war unter Experten die Meinung verbreitet, dass ein Ekzem eher von der mütterlichen Linie kommt. Die Studie, an der 8.000 Kinder beteiligt waren, kommt außerdem zu dem Schluss, dass ein elterliches Ekzem ein aussagekräftigeres Kennzeichen ist als elterliches Asthma oder Heuschnupfen.

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Die Eltern füllten Fragebögen zu einer etwaigen Familiengeschichte von Allergien oder Atopien wie Asthma, Heuschnupfen oder Hautausschlägen aus. Dann verglichen die Studienmitarbeiter diese Daten mit den Aufzeichnungen über Ekzeme bei den Kindern bis zum Alter von dreieinhalb Jahren. In Familien, wo keiner der beiden Elternteile ein Ekzem hatte, zeigten 28 Prozent der Kinder Anzeichen einer derartigen Erscheinung. Wenn entweder die Mutter oder der Vater ein Ekzem hatte, stieg die Wahrscheinlichkeit beim Kind auf 40 Prozent und wenn beide Eltern eines hatten, stieg sie auf 52 Prozent. Es gab kein Anzeichen darauf, dass eine atopische Allergie mütterlicherseits stärkere Auswirkungen hat als eine Atopie väterlicherseits.

Eine Krankheitsgeschichte mit Ekzemen war wichtiger als eine Geschichte allgemeiner Allergie. Studienleiterin Nellie Wadonda-Kabondo sagte: "Obwohl die Mediziner dazu neigten, atopische Erkrankungen zusammenzugruppieren, unterstützen unsere Erkenntnisse die Theorie, dass verschiedene Gene involviert sind." Es sei wichtig, die Muster der Vererbung zu erforschen, um herauszufinden, welche Gene die Krankheit verursachen. Margaret Cox von der National Ekzema Society sagte, die Behandlung von Ekzem im Kindheitsalter könnte den Ausbruch anderer Allergien wie Asthma oder Heuschnupfen verhindern.

Marietta Gross | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.bris.ac.uk/
http://www.eczema.org/

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