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Migräne verdoppelt Schlaganfallrisiko

13.12.2004


Pille führt zu einer weiteren Erhöhung der Gefahr


Menschen, die unter Migräne leiden, haben ein doppelt so hohes Schlaganfallrisiko. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie amerikanischer und kanadischer Wissenschafter unter der Leitung von Ali Samii von der University of Washington gekommen. Die Experten analysierten 14 Studien, die einen Zusammenhang zwischen Migräne und Schlaganfall herstellten, um das genaue Ausmaß des Risikos zu erforschen. Die Verdoppelung des Risikos betraf Migräne mit Aura laut BBC eher als Formen ohne Störungen der Sehfähigkeit. Es zeigte sich, dass die Einnahme der Pille Frauen einem besonderen Risiko auszusetzen scheint. Die Ergebnisse der Studie wurden im British Medical Journal veröffentlicht.

Das erhöhte Schlaganfallrisiko ist wahrscheinlich auf den verringerten Blutfluss im Gehirn zurückzuführen, der normalerweise bei einer Migräne auftritt. Die analysierten Studien legen nahe, dass das Schlaganfall-Risiko bei Migränepatienten 2,16 Mal so hoch ist. Jene, die Migräne mit Aura haben, erleiden 2,27 Mal so wahrscheinlich einen Schlaganfall. Ohne Aura ist das Risiko 1,86 Mal erhöht. Drei der Studien zeigten, dass Frauen mit Migräne, die die Pille einnahmen, gefährdeter waren als jene, die anders verhüteten. Es seien weitere Forschungen erforderlich, um das genaue Risiko zu ermitteln. Bis zu ein Viertel der Frauen zwischen Mitte und Ende 30 leidet unter Migräne.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.washington.edu
http://bmj.bmjjournals.com

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