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Der grüne Star im Blickfeld

07.12.2004


Der grüne Star ist eine langsam voranschreitende Krankheit, welche die Sehkraft beeinträchtigt und zu Blindheit führt, wenn sie nicht frühzeitig erkannt wird. Ein neu entwickeltes computergestütztes Verfahren kann die Erkennung von Gefäßveränderungen, die auf einen grünen Star hinweisen könnten, unterstützen.



Eine Behinderung des natürlichen Flusses der Augenflüssigkeit kann zu einem erhöhten Druck im Augapfel führen, der schließlich die Papilla zerstören und das Sehvermögen schädigen kann. Der grüne Star ist eine der häufigsten Ursachen für Blindheit und kann bei einer frühzeitigen Erkennung erfolgreich behandelt werden.



Im Rahmen des GLAUCAD-Projektes wurden auf Basis einer bereits bestehenden optischen Datenbank verschiedene Softwaretools entwickelt, die Krankenhausärzte bei der schnellen und zuverlässigen Diagnose unterstützen. Eines dieser Softwaretools wertet Netzhautabbildungen aus, die den Teil des Auges darstellen, der Licht und Bilder über den Sehnerv an das Gehirn weiterleitet.

Das Grundkonzept dieses Tools liegt in der Bestimmung von vorhandenen Gefäßveränderungen, um Abweichungen des Sehvermögens bestimmen zu können. Somit unterstützt das Tool die automatische Erkennung des grünen Stars beim Auftreten von Gefäßverschiebungen aufgrund krankheitsbedingter oder nicht krankheitsbedingter Ursachen. Mit dieser Software werden die Testpersonen in zwei Typen unterteilt. Hierbei handelt es sich um Konverter/Nicht-Konverter, bei denen mit der Zeit anormale bzw. normale Gefäßveränderungen auftreten.

Im Abstand von einigen Monaten werden zwei paarweise Abbildungen der Netzhaut erfasst, die dann anschließend ausgewertet werden. Dazu gehört auch die Identifizierung zentraler Linien der Netzhautgefäße und die Berechung von Formdeskriptoren für Gefäße, die vom Anwender ausgewählt worden sind. Wenn die Formdeskriptoren der benutzerdefinierten Gefäße für die zwei zeitlich aufeinanderfolgenden Abbildungen unterschiedliche Werte aufweisen, werden die Testpersonen als Konverter klassifiziert.

Mit Hinblick auf die abgeleiteten Ergebnisse und die Bildregistrierung für die Erzeugung von Bewegungen hat sich die Software als sehr genau erwiesen. Der zuletzt genannte Punkt ist dabei ein sehr beliebtes Verfahren für medizinische Routineuntersuchungen. Die Netzhautabbildungen werden schubweise verarbeitet und alle Hauptgefäße in den entsprechenden Abbildungspaaren werden genauer untersucht. Dieses Tool kann entweder separat oder innerhalb eines Netzwerks eingesetzt werden.

Prof. Nikolaos Ouzunoglou | ctm
Weitere Informationen:
http://www.iccs.ntua.gr/eng/

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