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Wie wir Gesichter von Geburt an erkennen

06.12.2004


Das fusiforme Gesichtsareal ist entscheidend



Wissenschafter des Massachusetts Institute of Technology haben genau erforscht, wie wir ein Gesicht erkennen, das wir sehen. Es war bereits bekannt, dass es etwas Besonderes ist, womit Gesichter unseren Blick auch in den ersten Stunden nach der Geburt auf sich lenken. Die entscheidende Bedeutung des fusiformen Gesichtsareals (FFA) wurde jetzt erforscht. Die Wissenschafter schreiben in Neuron, dass sie herausgefunden haben, wie FFA diese visuellen Informationen verarbeitet.

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Für die Erforschung der genauen Vorgänge im Gehirn wurden Freiwillige zur Teilnahme an einem Experiment eingeladen. Ihnen wurden Fotos verschiedener Gesichter gezeigt und Darstellungen eines unbelebten Objekts, eines Hauses. Gleichzeitig wurden die Gehirne mittels fMRI gescant und so sichtbar gemacht, welche Bereiche zu einem bestimmten Zeitpunkt aktiv waren. Einige der gezeigten Gesichter waren total normal, andere waren hinsichtlich der räumlichen Aufteilung verändert oder bestimmte Teile wie Nase oder Mund durch einen anderen ersetzt. Die Bilder der Häuser wurden auf ähnliche Art und Weise durch anders verteilte Fenster oder andere Türen verändert.

Diese Experimente zeigten Galit Yovel und Nancy Kanwisher, dass das fusiforme Gesichtsareal für die Verarbeitung dieser visuellen Informationen zuständig war. Das FFA war beim Betrachten der Bilder von Häusern nicht aktiv. Zusätzlich ergab sich laut BBC, dass die Gesichter als Ganzes erkannt wurden. Einzelne Bestandteile oder der Abstand zwischen ihnen spielten nur eine untergeordnete Rolle. Diese Erkenntnisse widersprechen der früher gängigen Lehrmeinung.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://web.mit.edu
http://www.neuron.org

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