Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bulmahn: "Genomforschung gegen Volkskrankheiten nutzen"

02.12.2004


Projekte für zweite Runde des Nationalen Genomforschungsnetzes vorgestellt


Das Nationale Genomforschungsnetz (NGFN) wird in seiner zweiten Förderphase noch stärker auf die Bekämpfung der großen Volkskrankheiten konzentriert. Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn stellte am Donnerstag in Berlin die 182 Forschungsvorhaben für die nächsten drei Jahre vor. "Mit dem Nationalen Genomforschungsnetz schaffen wir neue Therapien für schwer kranke Menschen und steigern die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands in den Lebenswissenschaften."

Seit dem Jahr 2001 hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung das NGFN mit 180 Millionen Euro finanziert. Daraus sind bislang mehr als 80 Patentanmeldungen, 1500 wissenschaftliche Publikationen und in Zusammen-arbeit mit der Industrie über 90 Produktideen entstanden. Für die zweite Förderphase werden 135 Millionen Euro bereitgestellt.


Das interdisziplinäre Netzwerk von Klinikern und Molekularbiologen setzt in seiner zweiten Runde auf die Schwerpunkte Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Infektionen und Entzündungen, umweltbedingte Leiden und Erkrankungen des Nervensystems. Wichtige und erfolgreiche Vorhaben aus der ersten Förderphase werden weitergeführt. Rund ein Drittel der Arbeitsgruppen wurden neu aufgenommen.

Die Projekte verteilen sich auf neun krankheitsbezogene Genomnetze, elf Systematisch-Methodische Plattformen sowie 19 Explorative Projekte. An den Forschungsvorhaben sind bundesweit über 300 Arbeitsgruppen aus 30 Universitäten, zehn Max-Planck-Instituten, vier Helmholzzentren, fünf Leibniz-Instituten, neun Biotechnologieunternehmen sowie das European Molecular Biology Laboratory beteiligt. Im Vergleich zur ersten Förderrunde hat sich damit die Zahl der beteiligten Institutionen um 50 Prozent erhöht.

In den krankheitsbezogenen Genomnetzen fahnden die Wissenschaftler nach den genetischen Ursachen von weit verbreiteten Krankheiten mit dem Ziel, Vorbeugung, Diagnose und Behandlung der Volkskrankheiten zu verbessern.

Die Systematisch-Methodischen Plattformen generieren auf allen wichtigen Technologiefeldern im Hochdurchsatzverfahren systematisch Daten für die Humangenomforschung. Die Anwendung und Entwicklung der Technologien erfolgt in Zusammenarbeit mit den krankheitsorientierten Genomnetzen. Sie übernehmen infrastrukturelle Aufgaben und stellen standardisierte biologische Forschungsmaterialien bereit.

Die Explorativen Projekte sind ein neues Instrument für innovative Ideen zu methodischen Neu- und Weiterentwicklungen oder Ansätze zur Erforschung inhaltlich neuer krankheitsorientierter Gebiete. Die ausgewählten 19 Projekte werden neue Technologien und Anwendungsfelder für die Humangenomforschung erschließen, die sich heute noch in einem sehr frühen Stadium befinden.

Dr. Uta Strasser | NGFN
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/pub/vorhabenliste_ngfn2.pdf
http://www.ngfn.de

Weitere Berichte zu: Humangenomforschung Volkskrankheit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Sind Epilepsie-Patienten wetterfühlig?
23.05.2017 | Universitätsklinikum Jena

nachricht Dual-Layer Spektral-CT: Bessere Therapieplanung beim Bauchspeicheldrüsenkrebs
18.05.2017 | Deutsche Röntgengesellschaft e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Methode für die Datenübertragung mit Licht

Der steigende Bedarf an schneller, leistungsfähiger Datenübertragung erfordert die Entwicklung neuer Verfahren zur verlustarmen und störungsfreien Übermittlung von optischen Informationssignalen. Wissenschaftler der Universität Johannesburg, des Instituts für Angewandte Optik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) präsentieren im Fachblatt „Journal of Optics“ eine neue Möglichkeit, glasfaserbasierte und kabellose optische Datenübertragung effizient miteinander zu verbinden.

Dank des Internets können wir in Sekundenbruchteilen mit Menschen rund um den Globus in Kontakt treten. Damit die Kommunikation reibungslos funktioniert,...

Im Focus: Strathclyde-led research develops world's highest gain high-power laser amplifier

The world's highest gain high power laser amplifier - by many orders of magnitude - has been developed in research led at the University of Strathclyde.

The researchers demonstrated the feasibility of using plasma to amplify short laser pulses of picojoule-level energy up to 100 millijoules, which is a 'gain'...

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebensdauer alternder Brücken - prüfen und vorausschauen

29.05.2017 | Veranstaltungen

49. eucen-Konferenz zum Thema Lebenslanges Lernen an Universitäten

29.05.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz an der Schnittstelle von Literatur, Kultur und Wirtschaft

29.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Intelligente Sensoren mit System

29.05.2017 | Messenachrichten

Geckos kommunizieren überraschend flexibel

29.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

1,5 Millionen Euro für vier neue „Innovative Training Networks” an der Universität Hamburg

29.05.2017 | Förderungen Preise