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Deutsche Krebshilfe appelliert an alle Eltern: Passivrauch schadet Kindern besonders

02.12.2004


In Deutschland leben sechs Millionen Kinder im Alter bis zu sechs Jahren in Raucher-Haushalten: Sie sind dauerhaft Tabakrauch ausgesetzt und leiden viel häufiger an Erkrankungen der Atemwege als Kinder aus Nichtraucher-Haushalten. In der aktuellen Ausgabe ihrer Zeitschrift berichtet die Deutsche Krebshilfe über die Folgen des Passivrauchens und über die Möglichkeiten, Kinder zu schützen.

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Kevin H. leidet seit seinem 2. Lebensjahr an einer schweren Bronchitis. Immer wieder muss er zum Kinderarzt und manch ein Wochenende verbringt er im Krankenhaus, weil ihn Atemnot quält. Der Kinderarzt weist die Mutter des kleinen Jungen auf den Zusammenhang zwischen Atemwegserkrankungen und Zigarettenrauchen hin. Doch die junge Frau stellt das Rauchen in Gegenwart des Jungen lange Zeit ebenso wenig ein wie die Großeltern, die häufig zu Besuch sind. Doch dann überzeugt sie der Kinderarzt, sich beim Raucher-Entwöhnungsprogramm „Just be Smokefree“ anzumelden. Und die junge Mutter schafft den Einstieg in den Ausstieg: Seit vier Monaten ist sie rauchfrei und ihrem Sohn geht es bald viel besser.

Tabakrauch ist der häufigste Schadstoff in Innenräumen: Er enthält mehr als 4.000 chemische Inhaltsstoffe – 40 davon sind krebserregend. Insbesondere für Kinder ist das fatal. Denn: Ihre Atemfrequenz ist höher und ihr Organismus ist sehr empfindlich, weil Organe und Immunsystem noch unreif sind. Über die Folgen des Passivrauchens sind sich die Experten einig: Kinder rauchender Mütter haben ein niedriges Geburtsgewicht als Kinder nichtrauchender Mütter. Säuglinge und Kleinkinder, die regelmäßig „mitrauchen“, sterben häufiger an plötzlichem Kindstod. Schulkinder aus Raucherfamilien leiden häufiger an Asthma und Konzentrationsschwierigkeiten.


Die Deutsche Krebshilfe fordert alle Erwachsenen auf, Kindern ein Vorbild zu sein. Sie unterstützt den Einstieg in den Ausstieg aus der Droge Nikotin mit zahlreichen Programmen und Informationsmaterialien. Außerdem fordert sie ein Rauchverbot in öffentlichen Einrichtungen, die häufig von Kindern besucht werden.

Seien Sie ein Vorbild!

Eltern, Erzieher, Kindergärtnerinnen und Lehrer können sich als rauchfreies Vorbild verpflichten, in Anwesenheit von Kindern nicht zu rauchen und in allen Räumlichkeiten, Einrichtungen und Fahrzeugen, in denen sich Kinder aufhalten oder einen Teil ihrer Zeit verbringen, mit gutem Beispiel voran zu gehen. Entsprechende Erklärungen lassen sich hier für Institutionen und für Einzelpersonen herunterladen. Für die unterschriebenen Erklärungen gibt es von der Deutschen Krebshilfe eine Urkunde.

Zeitschrift „Deutsche Krebshilfe“, Ausgabe IV/2004
Ausführlicher berichten wir über das Thema in der aktuellen Ausgabe IV/2004 unserer Zeitschrift „Deutsche Krebshilfe“, die kostenfrei angefordert oder im Internet unter www.krebshilfe.de abgerufen werden kann.

| Deutsche Krebshilfe e.V.
Weitere Informationen:
http://www.krebshilfe.de

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