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Granatäpfel gegen Herzinfarkt

29.11.2004


Forscher finden große Mengen von Antioxidantien in Früchten



Granatäpfel enthalten mehr Antioxidantien als alle anderen bisher bekannten Früchte. Ein Glas Granatapfelsaft täglich reduziert das Herzinfarkt-Risiko deutlich. Zu diesem Schluss kommt der israelische Forscher Michael Aviram vom Ramban Medical Center in Haifa. Granatäpfel haben nach den jüngsten Studien die meisten Antioxidantien, dreimal mehr als Rotwein oder Grüner Tee, berichtet BBC-Online.

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Antioxidantien, auch Radikalfänger genannt, sind Stoffe, die freie Radikale neutralisieren. Zu den Antioxidantien zählen etwa die Vitamine C und E, Beta-Carotin sowie die Mineralstoffe Selen, Kupfer und Zink. Aber auch eine Reihe weiterer Stoffe, die vom Körper selbst hergestellt werden, gehören dazu. Antioxidantien reagieren schneller mit den Radikalen als die übrigen Stoffe. Dabei werden sie selbst zum Radikal, da sie ein Elektron an das Radikal abgeben. Durch das Abfangen der freien Radikale wird nach gängiger Lehre das Krebsrisiko reduziert, da der oxidative Stress als eine Ursache von Krebs angesehen wird. "Zu den Verursachern von oxidativem Stress zählen Umweltverschmutzung, Chemikalien, Viren und Bakterien", so Aviram.

Die Untersuchungen des israelischen Forschers werden nun auch am Londoner Hammersmith Hospital überprüft. Die israelischen Forscher haben entdeckt, dass Granatäpfel die Cholesterin Oxidation um die Hälfte reduziert und damit die Retention von LDL reduziert. Nach den Untersuchungen von Richard Bogle vom Hammersmith Hospital konnten Tanine, Polyphenole und Anthocyanine in den Granatäpfeln gefunden werden. Alle diese Stoffe wirken sich auf den Organismus positiv aus. Zusätzlich dazu finden sich in den Früchten auch große Mengen an den Vitaminen A, C und E sowie Eisen. Die Granatäpfel, die von Spanien bis Kalifornien fast überall gezüchtet werden, waren bereits in der Antike ein Symbol für Geburt, ewiges Leben und Tod. Gründe dafür war die blutrote Farbe des Fruchtfleisches.

In früheren Untersuchungen konnten Wissenschaftler feststellen, dass nur natürliche Antioxidantien die positiven Wirkungen entfalten. Künstlich zugeführte hatten keinerlei positive Effekte. Der Grund für die Unwirksamkeit von künstlich zugeführten Antioxidantien liegt darin, das sie unter Umständen wie Radikale wirken können. Das Gleichgewicht von oxidierenden und oxidierten Stoffen wird durch die im Übermaß vorhandenen Antioxidantien gestört.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria

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