Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Coffein hält die Haarwurzeln wach - Neue Wirkstoffkombination gegen erblichen Haarausfall

25.11.2004


Millionen Männer in Deutschland leiden unter ihrem lichter werdenden Kopfhaar. Fast immer ist der Haarausfall genetisch bedingt. Ein Blick ins Familienalbum genügt also, und "Mann" hat eine ungefähre Vorstellung davon, wie er später einmal auf dem Kopf aussehen wird. Doch es gibt Hoffnung: Neue wissenschaftliche Untersuchungen, die jetzt in Hamburg vorgestellt wurden, haben ergeben, dass Coffein die Ursache des erblichen Haarausfalls wirksam bekämpfen kann. Die Dr. Kurt Wolff-Forschung (Bielefeld) hat ein hochwirksames Tonikum mit einer coffeinhaltigen Wirkstoffkombination entwickelt. Dieses wird nach dem Haarewaschen einfach in die Kopfhaut einmassiert und dann nicht mehr ausgespült. Der Name: Alpecin After Shampoo Liquid.


"Haarausfall bereitet den meisten Männern ein großes Problem", weiß der Direktor der Hautklinik der Universität Jena, Professor Peter Elsner. Und das gelte nicht nur für das äußere Erscheinungsbild, oft litten die Betroffenen auch psychisch unter dem Haarverlust. Haare beeinflussen sowohl die Optik eines Menschen als auch dessen Lebensgefühl. "Selbstzweifel, Kontaktschwierigkeiten und peinliche Gefühle sind nur einige Folgen des Haarschwundes", so der Mediziner. Schöne, glänzende und gesunde Haare stehen in unserer Gesellschaft für Jugendlichkeit, Vitalität und Selbstbewusstsein. Insbesondere bei Männern symbolisieren sie auch Stärke und Potenz. Daher leiden vor allem junge Männer stark unter dem Verlust ihres Kopfhaares.

Testosteron als "Haarkiller"


Und die Zahl der Betroffenen ist groß: Etwa jeder zweite Mann in Deutschland hat Haarausfall. In vier von fünf Fällen ist die Ursache genetisch, also erblich bedingt. "Die menschlichen Haare wachsen in Zyklen", erklärt Dr. Tobias Fischer von der Universität Jena. Nach einer Wachstumsphase von etwa sieben Jahren folgt eine Ruhephase und das Haar fällt aus. Anschließend beginnt wieder eine Wachstumsphase. Dieser Vorgang wiederholt sich etwa 14 Mal, dann stirbt die Haarwurzel ab. "Männern, die von erblichem Haarausfall betroffen sind, leiden unter einer Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber dem Hormon DHT, einem Metaboliten des Testosterons", so der Hautarzt. Zwar lässt das Testosteron einerseits die Barthaare wachsen, doch andererseits schwächt es bei entsprechend veranlagten Menschen die Haarwurzeln in der Kopfhaut. Diese sterben vorzeitig ab, weil das Testosteron ihnen die Energieversorgung abschneidet. Somit verkürzt das DHT-Testosteron die Wachstumsphasen und der Lebenszyklus der Haare ist früher beendet. Die Folge: eine Glatze.

Coffein verlängert das Haarwachstum

Doch wie kann man das Haar vor dem Testosteron-Angriff schützen? Fischer und sein Team in Jena testeten im Labor an rund 600 lebenden Haarwurzeln die Wirkung von Coffein. Das erstaunliche Ergebnis: Coffein ist in der Lage, die Haare vor dem schädlichen Einfluss des Testosterons zu schützen. Die Folge: Die Wachstumsphasen des Haares werden wieder normalisiert. "Durch das Coffein erhalten die Haarwurzeln trotz des Testosteron-Angriffs die nötige Wachstumsenergie", berichtet der Mediziner.

Die Ergebnisse aus Jena bestätigen eigene Untersuchungen der Dr. Kurt Wolff-Forschung (Alpecin). Bereits vor einiger Zeit hatten Chemiker hier ein Haartonikum mit dem Wirkstoff Coffein entwickelt. Monatelange Tests unter der Aufsicht von Hautärzten zeigten die positive Wirkung des Alpecin After Shampoo Liquid: Die Haarwurzel-Aktivität der Probanden wurde durch die regelmäßige Anwendung des Produkts deutlich gefördert. Und: Der erhöhte Haarausfall konnte sogar gestoppt werden. Das Fazit der Mediziner: Aus dermatologischer Sicht kann das Liquid wegen seiner guten Verträglichkeit und der erwiesenen Wirksamkeit als Behandlung gegen vorzeitigen Haarausfall empfohlen werden.

Mit der Entwicklung des Alpecin After Shampoo Liquid ist es den Wissenschaftlern der Dr. Kurt Wolff-Forschung gelungen, die Ursache des erblichen Haarausfalls wirksam zu bekämpfen. Dr. Adolf Klenk, Leiter der Dr. Kurt Wolff-Forschung: "Allerdings sollte die Behandlung des Haarausfalls bereits in jungen Jahren erfolgen und regelmäßig sowie dauerhaft durchgeführt werden, wenn sie erfolgreich sein will." Der Grund: Man kann von außen nicht erkennen, in welchem der rund 14 Wachstumszyklen sich das Haar gerade befindet. Wer erblichen Haarausfall hat, weiß also nicht, wann seine Haarwurzeln erschöpft sind, nur dass es irgendwann soweit sein wird.

Je früher sich die Haarwurzeln in die Ruhephase begeben, desto eher kommt es zum Haarausfall. Hält man sie aktiv, verlängern sich die Wachstumsphasen und der Haarerhalt wird gefördert. "Wenn man die Wachstumsphase der Haare nur um ein Jahr verlängert, also zum Beispiel vier statt drei Jahre, behält man seine Haare 14 Jahre länger", rechnet Klenk vor. Das bedeutet, durch die schützende Wirkung des Alpecin After Shampoo Liquids ist Haarwuchs bis ins hohe Alter möglich.

"Das neue Produkt ist einfach anzuwenden und was ganz wichtig ist, frei von Nebenwirkungen," sagt Eduard Dörrenberg, Geschäftsführer von Alpecin. Nach dem Auftragen hinterlässt es ein frisches Prickeln auf der Kopfhaut. Die Wirkung hält bis zu 24 Stunden an.

Eva Gertz | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.alpecin.de

Weitere Berichte zu: Alpecin Haarausfall Liquid Testosteron Wolff-Forschung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Stammzell-Transplantation: Aktivierung von Signalwegen schützt vor gefährlicher Immunreaktion
20.04.2017 | Technische Universität München

nachricht Was Bauchspeicheldrüsenkrebs so aggressiv macht
18.04.2017 | Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Im Focus: Tief im Inneren von M87

Die Galaxie M87 enthält ein supermassereiches Schwarzes Loch von sechs Milliarden Sonnenmassen im Zentrum. Ihr leuchtkräftiger Jet dominiert das beobachtete Spektrum über einen Frequenzbereich von 10 Größenordnungen. Aufgrund ihrer Nähe, des ausgeprägten Jets und des sehr massereichen Schwarzen Lochs stellt M87 ein ideales Laboratorium dar, um die Entstehung, Beschleunigung und Bündelung der Materie in relativistischen Jets zu erforschen. Ein Forscherteam unter der Leitung von Silke Britzen vom MPIfR Bonn liefert Hinweise für die Verbindung von Akkretionsscheibe und Jet von M87 durch turbulente Prozesse und damit neue Erkenntnisse für das Problem des Ursprungs von astrophysikalischen Jets.

Supermassereiche Schwarze Löcher in den Zentren von Galaxien sind eines der rätselhaftesten Phänomene in der modernen Astrophysik. Ihr gewaltiger...

Im Focus: Deep inside Galaxy M87

The nearby, giant radio galaxy M87 hosts a supermassive black hole (BH) and is well-known for its bright jet dominating the spectrum over ten orders of magnitude in frequency. Due to its proximity, jet prominence, and the large black hole mass, M87 is the best laboratory for investigating the formation, acceleration, and collimation of relativistic jets. A research team led by Silke Britzen from the Max Planck Institute for Radio Astronomy in Bonn, Germany, has found strong indication for turbulent processes connecting the accretion disk and the jet of that galaxy providing insights into the longstanding problem of the origin of astrophysical jets.

Supermassive black holes form some of the most enigmatic phenomena in astrophysics. Their enormous energy output is supposed to be generated by the...

Im Focus: Neu entdeckter Exoplanet könnte bester Kandidat für die Suche nach Leben sein

Supererde in bewohnbarer Zone um aktivitätsschwachen roten Zwergstern gefunden

Ein Exoplanet, der 40 Lichtjahre von der Erde entfernt einen roten Zwergstern umkreist, könnte in naher Zukunft der beste Ort sein, um außerhalb des...

Im Focus: Resistiver Schaltmechanismus aufgeklärt

Sie erlauben energiesparendes Schalten innerhalb von Nanosekunden, und die gespeicherten Informationen bleiben auf Dauer erhalten: ReRAM-Speicher gelten als Hoffnungsträger für die Datenspeicher der Zukunft.

Wie ReRAM-Zellen genau funktionieren, ist jedoch bisher nicht vollständig verstanden. Insbesondere die Details der ablaufenden chemischen Reaktionen geben den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

3. Bionik-Kongress Baden-Württemberg

24.04.2017 | Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

Baukultur: Mehr Qualität durch Gestaltungsbeiräte

21.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

1. Essener Gefahrguttage am 19.-20. September 2017 mit fachbegleitender Ausstellung

24.04.2017 | Seminare Workshops

Laserstrukturierung verbessert Haftung auf Metall und schont die Umwelt

24.04.2017 | Maschinenbau

Forscherteam der Universität Bremen untersucht Korallenbleiche

24.04.2017 | Biowissenschaften Chemie