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Tauch-Ventil als billiger Medikamenten-Dispenser

23.11.2004


Kontrollierte Abgabe von Therapeutika



Eine einfache Gaspumpe wie sie in Atemgeräten von Tauchanzügen verwendet wird, soll Medikamente gezielt in die Venen transportieren. Das Gerät soll vor allem in ländlichen Regionen ohne Stromversorgung oder sogar am Kriegsschauplatz dafür sorgen, dass die Medikamente ordnungsgemäß verabreicht werden, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist.

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Zahlreiche Medikamente oder Wirkstoffe wie etwa jene für Chemotherapie oder auch zur Schmerzbekämpfung müssen langsam in einer genau kontrollierten Menge in die Venen kommen. Dazu werden zumeist Computer-kontrollierte Pumpen verwendet, an denen die Patienten zum Teil sogar mehrere Stunden oder noch länger hängen. Diese Tatsache wollte der Forscher Paul Dastoor von der University of Newcastle in New South Wales mit dem Mobo-Drip lösen.

Das Gerät besteht aus einem luftdichten Container, der mit einem Treibgas gefüllt ist und an dem eine Patrone angeschraubt wird. Die Patrone injiziert das Gas mit einem Druckregulator, der ähnlich arbeitet wie der in einem Atemgerät für Taucher. Dadurch wird eine konstante Zufuhr von Luft oder eben dem gewünschten Medikament verabreicht. In den ersten Labortests waren die Abweichungen mit nur drei Prozent relativ niedrig. Auch die Herstellungskosten sind mit 20 Dollar weitaus geringer als die eines computergesteuerten Dispensers.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.newscientist.com

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