Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

TU München eröffnet neues Zentrum für Ernährungsmedizin

22.11.2004


Das Else Kröner-Fresenius-Zentrum für Ernährungsmedizin (EKFZ) öffnet am 1. Dezember 2004 im Münchner Klinikum rechts der Isar seine Pforten.

... mehr zu:
»EKFZ »Ernährungsmedizin

Forschen und behandeln


Das EKFZ widmet sich sowohl der Behandlung von Patienten als auch der Erforschung und Vorbeugung ernährungsabhängiger Erkrankungen. Dafür stehen dem Zentrum zwei Einrichtungen der Technischen Universität München zur Verfügung: die Klinik für Ernährungsmedizin im Klinikum rechts der Isar und das Forschungsinstitut im Wissenschaftszentrum Weihenstephan. Ermöglicht wurde die Zentrumsgründung durch eine großzügige Anschubfinanzierung der Else Kröner-Fresenius-Stiftung, Bad Homburg v.d.H.


Leuchtturmfunktion für die Ernährungsmedizin

Ziel ist es, die Bedeutung der Ernährung für die Entstehung, Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten zu untersuchen und Patienten mit ernährungsabhängigen Erkrankungen optimal zu behandeln. Die Leitung übernimmt der renommierte Ernährungsmediziner Professor Dr. med. Hans Hauner. "Es bestehen sehr große Möglichkeiten, über die Ernährung etwas für seine Gesundheit zu tun", streicht Professor Hauner heraus und wünscht sich, dass das EKFZ eine Art "Leuchtturm-Funktion" für die Zukunft der Ernährungsmedizin übernimmt.

Vorbeugen durch Wissen

Die Grundprinzipien guter Ernährung sind allgemein bekannt, deren Umsetzung ist schwer. "Wir gehen davon aus, dass beispielsweise 70% der Diabetes-Erkrankungen durch richtige Ernährung verhindert werden könnten", betont Professor Hauner. Daher liegt ein Fokus des EKFZs auf der Öffentlichkeitsarbeit. Mit speziellen Veranstaltungen möchten die Experten des EKFZs die Bevölkerung informieren über aktuelle Erkenntnisse zur gesunden Ernährung und zum Umgang mit ernährungsbedingten Erkrankungen.

Großes Leistungsspektrum

Der neuen Ambulanz des EKFZs im Klinikum rechts der Isar steht ein umfangreiches Angebot von Leistungen zur Verfügung. Im Mittelpunkt steht die Betreuung von Patienten mit Übergewicht/Adipositas, Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen, bestimmten Magen-Darm-Erkrankungen sowie Essstörungen und Mangelernährung. Das Leistungsspektrum der Klinik für Ernährungsmedizin umfasst unter anderem Ernährungsanalysen, Gewichtsreduktionsprogramme, ernährungsmedizinische Beratung, Gruppenschulung zu Ernährungsthemen, Kochkurse für bestimmte Patientengruppen sowie Diagnostik und Therapie von Nährstoffmangelzuständen. Es sind sowohl ambulante als auch stationäre Behandlungen möglich.

Heilen durch Zusammenarbeit

Die Diagnose und Behandlung erfolgt - wie es dem Charakter des Klinikums rechts der Isar entspricht - stark interdisziplinär. So ist beispielsweise geplant, bei extrem übergewichtigen Patienten eng mit der chirurgischen Klinik am Rechts der Isar zusammenzuarbeiten (Magenband-Operation). Von großem Interesse der Ernährungsmediziner ist auch ein Austausch mit den Genetikern: Welche ernährungsbedingten Krankheiten sind angeboren, welche anerzogen? Und wie wirken beide Einflüsse zusammen?

Visionen für eine gesündere Zukunft

Ernährungsbedingte Krankheiten kosten nicht nur Leben und Lebensfreude, sondern auch Geld. Schätzungen zufolge geben die Krankenkassen jährlich 60-80 Milliarden Euro für die Behandlung von Erkrankungen aus, die auf ungesunde Ernährung zurückzuführen sind. Tendenz steigend. Der moderne Mensch kämpft mit Übergewicht, Adipositas, Diabetes Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gicht, Osteoporose oder Mangelernährung im höheren Alter. "Es ist eine zentrale Herausforderung für das Ernährungszentrum, die Vorbeugung und Ernährungstherapie dieser Krankheiten zu verbessern", beschreibt Professor Hauner seine Mission. In den nächsten fünf Jahren, so das Ziel des Ernährungsmediziners, soll sich das EKFZ zu einem national und international anerkannten Kompetenzzentrum für Ernährung und Stoffwechselerkrankungen entwickelt haben.

Falls Sie Interesse an einem Interview mit dem Direktor des Ernährungszentrums, Professor Dr. med. Hans Hauner, haben oder das neue Zentrums besichtigen möchten, wenden Sie sich bitte an Professor Hauner oder die Pressestelle des Klinikums rechts der Isar.

Professor Dr. Hans Hauner
Direktor des Else Kröner-Fresenius-Zentrums für Ernährungsmedizin
Ismaninger Str. 22, 81675 München
E-mail: hans.hauner@lrz.tum.de

Sekretariat
Frau Karin Reindl
Tel. 089 / 4140-6771
Fax 089 / 4140-6772
Mo - Fr. 8:30 bis 12:30 Uhr
Email: karin.reindl@lrz.tum.de

Über das Münchner Klinikum rechts der Isar (MRI)

Mit über 3.700 Mitarbeitern widmet sich das Universitätsklinikum der Krankenversorgung, der Forschung und der Lehre. Jährlich profitieren rund 45.000 Patienten von der stationären und 160.000 Patienten von der ambulanten Betreuung auf höchstem medizinischen Niveau. Das Klinikum ist ein Haus der Supra-Maximalversorgung und deckt mit über 27 Kliniken und medizinischen Abteilungen das gesamte Spektrum moderner Medizin ab. Durch die enge Kooperation von Krankenversorgung und Forschung kommen neue Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Studien frühzeitig dem Patienten zugute.
Das Klinikum rechts der Isar ist als Anstalt der öffentlichen Rechts eine Einrichtung des Freistaats Bayern und der Technischen Universität München.

Über das Wissenschaftszentrum Weihenstephan (WZW)

Das Wissenschaftszentrum Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt der TU München vereinigt die wissenschaftliche Kompetenz in den "Life Sciences". Von den Grundlagen der Biologie über die Agrar- und Gartenbauwissenschaften, die Forstwissenschaft, hin zur Ernährungswissenschaft, der Lebensmitteltechnologie und zum Brauwesen findet sich eine einzigartige Kombination aus Natur- und Ingenieurwissenschaften. Besonderes Augenmerk richtet sich auf den Campus in Freising-Weihenstephan, weil die TU München hier eine zukunftweisende Strukturreform auf den Weg gebracht hat.

Über die Else Kröner-Fresenius-Stiftung

Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung wurde am 7. April 1983 mit einem Betrag von DM 50.000 gegründet. Mit der Stiftungsgründung wurde das Ziel verfolgt, das Lebenswerk der Stifterin Frau Else Kröner, geb. Fernau zu erhalten. Gemeinsam mit ihrem Ehemann, Dr. Hans Kröner, hatte Frau Else Kröner das Unternehmen Fresenius aus schwierigen Zeiten geführt und konsequent über 40 Jahre aufgebaut. Die Fresenius AG beschäftigt heute rund 70.000 Mitarbeiter weltweit. Nach dem Tod von Frau Else Kröner am 5. Juni 1988 wurde ihr Vermögen in die Stiftung eingebracht, durch das schließlich die Aufnahme der Stiftungsaktivitäten ermöglicht wurde. Entsprechend dem Willen der Stifterin dient die Else Kröner-Fresenius-Stiftung der Förderung der medizinischen Wissenschaft durch Unterstützung klinischer Forschung. Als weitere Aufgabe sieht die Else Kröner-Fresenius-Stiftung die Förderung und Ausbildung von Ärzten und von in der Krankenbehandlung und -pflege tätigen Personen und vergibt projektbezogene Stipendien wie beispielsweise die Else Kröner-Memorial-Stipendien. In besonderen Fällen unterstützt die Stiftung Unfallgeschädigte, alte Menschen und Personen, die in Folge ihres geistigen, körperlichen oder seelischen Zustandes auf die Hilfe anderer besonders angewiesen sind. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Förderung humanitärer Hilfsprojekte im In- und Ausland.

Dr. Fabienne Hübener | idw

Weitere Berichte zu: EKFZ Ernährungsmedizin

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Stoßlüften ist besser als gekippte Fenster
29.03.2017 | Technische Universität München

nachricht Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome
28.03.2017 | Wilhelm Sander-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten